Mit überragender Moral haarscharf und extrem unglücklich an der Überraschung vorbei

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Mit großem Respekt bedanke ich mich bei meinen 5 Mitstreitern für die tolle Leistung und den vorbildlichen Einsatz im gestrigen Fight gegen den neuen Tabellenführer. Ohne Frank und Stollo ist es uns gelungen, die Gäste an den Rand einer Niederlage zu bringen. 9.978:10.437 TTR-Punkte am Spieltag zu Gunsten des Favoriten dokumentieren das Kräfteverhältnis mehr als deutlich. Trotzdem gelang es uns, die Gäste zu beeindrucken, und hätten wir nach dem zwischenzeitlichen 4:2 nur eins der drei engen Matches von Micha, Mark und Birke, in denen wir teilweise Matchbälle hatten, für uns entscheiden können, dann wäre mit Sicherheit zumindest ein Unentschieden drin gewesen.

Aber irgendwas hatte der TT-Gott anscheinend gegen uns, am Ende stand eine ziemlich bittere 5:9-Niederlage zu Buche. Trotz allen Frusts und der allgemeinen Enttäuschung können wir voller Stolz und erhobenen Hauptes auf das Spiel zurückblicken. Vielen Dank den Zuschauern und natürlich auch an Tim für die Unterstützung.

In meinem Spielbericht hätte ich vermutlich die gesamte Dramatik nochmal in vollem Umfang aufleben lassen und bestimmt an der einen oder anderen Stelle drastische Worte gefunden. Von daher ist es gar nicht so schlecht, dass die Zusammenfassung diesmal von einem (fast) unabhängigen Beobachter kommt, der den Verlauf mit mehr Abstand, aus einer etwas anderen Perspektive und mit einem gewissen Augenzwinkern dokumentiert.

Auch hierfür vielen Dank, ich denke, dass Euch der folgende Artikel gefällt. Für uns geht es am 06.03.2020 weiter beim Auswärtsspiel in Nieder-Ingelheim.

Die heimliche Spitzenbegegnung

In der fast ausverkauften Haybachhalle trafen in einer von allen Beteiligten in der Wichtigkeit heruntergespielten  Begegnung der Bezirks-Oberliga Rheinhessen Nord die Teams vom RSV Klein-Winternheim 3 und Sörgenloch/Zornheim (genannt Sö/Zo) 2 aufeinander, und das auch noch am 29. Februar, einem besonderen Datum, nachdem man fieberhaft einen Spieltermin für diese Nachholbegegnung gesucht hatte. Sö/Zo, davon Sö: es klingt wie die Anfangsbuchstaben eines Möbelstücks von IKEA und Zo wie Zorro, der berühmt-berüchtigten Figur aus dem alten Mantel und Degen-Filmen.

Zunächst hatten die Gäste den Degen in der Hand und führten nach den Doppeln mit 2:1. Nur Birke/Johann siegten relativ klar, während Flo/Mark ihre Satzbälle in Satz 1 und 3 nicht nutzen konnten. Auch das 3er Doppel Steffen/Michael schaffte es nicht, nach dem Gewinn des 1. Satzes das Spiel zu gewinnen. Fast hätte es noch zum 5. Satz gereicht, aber eben nur fast.

Furios gingen dann die Einzel los. Birke gegen Stahmann jun. und Flo Schellenberg gegen Linus Schwickerath. Flo gewann überraschend klar gegen Linus und Birke brachte es mit Ruhe und Übersicht zustande, gegen Stahmann in 4 Sätzen zu gewinnen. Als auch noch Johann gegen Krecki gewann zum Zwischenstand von 4:2, war allen klar, dass der Degen mittlerweile an unsere Jungs weitergereicht wurde. Aber leider nicht für lange Zeit. Knackpunkt des Spiels war die äußerst knappe Niederlage von Michael Holzfuß gegen Altmeister Jörg Hönig. Michael hatte 6 oder 7 Matchbälle in Satz 4, die nicht genutzt werden konnten. Trotz seiner Niederlage machte Michael ein Klasse-Spiel. Dies soll nicht unter den Teppich gekehrt werden. Da auch Mark trotz großer Chancen sein Spiel abgab, stand es 4:5 zur Halbzeit. Erneut mussten jetzt die Spitzenkräfte ran. Flo kämpfte beherzt gegen Stahmann jun., unterlag aber 1:3. Dramatisch das Spiel von Birke gegen Linus. Nach 0:2-Satzrückstand holte Birke auf und zeigte exzellente kämpferische Eigenschaften. Im 5. Satz fehlt ihm das Löffelchen Glück und Linus behielt mit 13:11 die Oberhand. Parallel spielte Johann gegen Lars Hönig. Ein enges Spiel, aber Lars hatte die besseren Bälle zum 3:1 für ihn.

Zwischenstand 4:8, der Degen war eindeutig wieder auf der Seite der Gäste. Die Zuschauer konnten sich noch aus dem reichhaltigen Angebot von Getränken und Speisen trösten: von der Rindswurst über Kuchen bis zur Banane gepaart mit einem Plopp-Flensburger. Dennoch sorgte Steffen mit einem verdientem 3:0 gegen Krecki noch für einen Funken Hoffnung. Michael musste noch einmal ran gegen Seegräber, aber ein gewonnener Satz war letztendlich zu wenig. Endstand 5:9. Sö/Zo hatte den Degen in der Hand und machte den Mantel zu.

Die Stimmung war dennoch auf beiden Seiten gut, man hörte danach noch so manchen Plopp der Bierflaschen. Irgendwie hat dieses Spiel Spaß gemacht, dazu hat auch Birkes Initiative der Bewirtung stark dazu beigetragen.

Ein Beitrag des Gast-Reporters Emil Runggartitscher
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Beeindruckende, geschlossene Mannschaftsleistung am Valentinstag

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Am 15. Spieltag der BOL gastierte der noch punktlose Tabellenletzte aus Nierstein in der Haybachhalle. Der 9:3-Erfolg klingt erstmal klar und standesgemäß, aber ganz so einfach war die Geschichte dann doch nicht. Die Gäste hatten ihre Top-Sechs am Start und zeigten sich fest entschlossen, uns das Leben so schwer wie möglich zu machen und vielleicht einen Punkt oder mehr zu entführen. Unsere Aufstellung nährte ihre Hoffnung noch ein wenig, aber mit viel Ruhe, Konzentration und tollem Teamgeist konnten wir das Vorhaben unterbinden.

Die Doppelaufstellung war mal wieder ein kleines Lotteriespiel, exakt 5 Minuten vor Spielbeginn legten wir uns dann endgültig fest. Henrik und Birke begannen im Doppel 1 gegen Jungels/Henn. Das war eine ziemlich enge, unangenehme Partie, die so ziemlich mit jedem Punkt kippen konnte. Gewannen wir Satz 1 relativ komfortabel, mussten wir postwendend den Ausgleich hinnehmen. Mit viel Geduld und frei nach dem Motto „Präzision vor Schärfe“ sicherten wir uns den Sieg nach 2 weiteren knappen, umkämpften Sätzen.

Eine richtig starke Leistung zeigten Mark und Stollo gegen das Spitzenduo der Gäste, Hüls/Held. In Satz 1 unterlagen sie denkbar knapp mit 15:17, holten sich Satz 2 mit 11:9. Im weiteren Verlauf hatten die Niersteiner dann jedoch das bessere Ende für sich und verbuchten den ersten Punkt auf ihrer Haben-Seite.

Schon so eine Art Schlüsselspiel war das Doppel 3 von Micha und Steffen gegen Krummeck/Deichmann, eine sehr erfahrene und eingespielte Kombination. Von Anfang bis Ende stand das Spiel auf des Messer’s Schneide, 3:0 hieß es am Ende für uns, aber insbesondere die Durchgänge 2 und 3 waren extrem ausgeglichen. Ein eminent wichtiger Sieg, der uns viel Sicherheit gab.

Birke spielte gegen Hüls von Beginn an sehr kontrolliert, wenig spektakulär, aber dafür unglaublich effizient. Der Kontrahent musste trotz einiger gelungener Aktionen eigentlich zu jeder Phase des Spiels einem Rückstand hinterherlaufen, was ihn irgendwann zermürbte. Der klare Dreisatzsieg brachte uns die 3:1-Führung.

Der zweite echte Knackpunkt an diesem Abend war das Match zwischen Stollo und Jungels. Den Zuschauern wurde ein abwechslungsreiches, spannendes Spiel mit teilweise kuriosen Ballwechseln geboten. Die harten Angriffsschläge von Jungels, besonders mit der kurzen Noppe auf der Rückhand, parierte Stollo ein ums andere Mal mit stoischer Ruhe und seinem Anti, dessen Einsatz schier unglaubliche Flugkurven des Spielgerätes zur Folge hatte. Beim Stand von 2:2 ging es in den Entscheidungssatz, in dem Stollo trotz zwischenzeitlichem 1:5 – Rückstand die Nerven behielt und das Ding mit 11:7 zu seinen Gunsten entschied.

Bemerkenswert war in diesem Zusammenhang, dass die Gäste bei Stollo falsche Aufschläge monierten, haben sie doch selbst den einen oder anderen Sportskameraden in ihren Reihen, dem die regelkonforme Spieleröffnung hin und wieder nicht ganz so leicht von der Hand geht. Aber Schwamm drüber, am Ende hatten sich wieder alle lieb, und so ein paar Emotionen gehören beim TT-Sport ja nun mal auch dazu.

Für das 5:1 sorgte Steffen gegen Held in einer ebenfalls sehr spannenden Begegnung. Er fand genau die richtige Mischung zwischen variablem Abwehr- und überraschendem Umkehrspiel und konnte zunehmend erfolgreich seinen Rückhand-Schuss einsetzen. Drei der vier Sätze endeten mit nur 2 Punkten Unterschied, mit 3:1 behielt Steffen die Oberhand.

Henrik hatte einen schweren Stand gegen Krummeck, der ihm mit seinem aggressiven Block- und Konterspiel kaum Zeit ließ, so richtig ins Spiel zu kommen. Im 2. Satz lief es am besten für ihn und er verfehlte beim 9:11 nur denkbar knapp den Satzausgleich. Ansonsten war es doch insgesamt eine relativ klare Angelegenheit, Nierstein verkürzte auf 2:5.

Micha musste gegen Henn alle Register bei seinem 3:0-Sieg ziehen. In den ersten beiden Sätzen sah es anfangs gar nicht gut aus, er musste jeweils deutlichen Rückständen hinterherlaufen. Aber er kämpfte sich immer wieder heran und bog die beiden Durchgänge zu seinen Gunsten um. Mit einem sicheren 11:5 machte er dann den Sack zu.

Wie sehr hätten wir es alle Mark gegönnt, seine gute Leistung zu belohnen und den routinierten, ausgebufften Deichmann zu besiegen. Die Partie ging über die volle Distanz, und Mark deckte mal wieder das ganze Leistungsspektrum ab. Er zeigte einerseits gute und schnelle Angriffskombinationen in Verbindung mit tollen Reflexen und enormem Kampfgeist. Auf der anderen Seite traten jedoch leider hin und wieder ein gewisser Schlendrian sowie leichte Anflüge von mentaler Selbstzerstörung auf. Man möchte ihm von außen zurufen, dass er weniger mit sich hadern und sich nicht mit Nebensächlichkeiten beschäftigen soll, aber im Grunde weiß er das ja selbst. Mit 9:11 im 5. Satz musste er sich schließlich geschlagen geben.

Birke knüpfte gegen Jungels an die konzentrierte Leistung aus dem ersten Einzel an und gewann Satz Nr. 1. Trotz Führung ging Mitte des Zweiten so ein bisschen die Spannung und Souveränität verloren, was der Kontrahent prompt bestrafte. Dank des 11:9 im 3. Satz fand ich jedoch wieder in die Erfolgsspur zurück und vollendete schließlich zum Zwischenstand von 7:3.

Den Gesamterfolg machten dann Stollo und Steffen mit ihren 3:0 – Siegen gegen Hüls bzw. Krummeck perfekt, in denen beide ihre aktuell ansteigende Formkurve eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten.

Damit haben wir den zehnten Saisonsieg eingefahren und rangieren mit 20:10 Punkten auf einem hervorragenden 4. Tabellenplatz. Diesen gilt es zu ungewohnter Zeit am Samstag, 29.02. um 15 Uhr gegen den überaus ambitionierten Tabellenzweiten von der TTSG Sörgenloch/Zornheim II zu verteidigen. Gut möglich, dass sich dies als nicht realisierbares Unterfangen herausstellt, erwarten wir doch eine junge, extrem spielstarke Mannschaft, welche die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga im Blick haben dürfte.

Unterstützung hätten wir also durchaus nötig, und so würden wir uns sehr freuen, den einen oder anderen Zuschauer und Fan begrüßen zu dürfen. Ich denke, dass wir zu dieser Begegnung einen kleinen Imbiss organisieren werden.

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Nichts zu holen im Pokalviertelfinale gegen Sörgenloch/Zornheim II

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Am gestrigen Dienstag stand das Pokalspiel gegen den aktuellen Tabellenführer unserer BOL-Staffel an. Von Anfang an war klar, dass das ein verdammt schweres Unterfangen für Flo, Stollo und Birke werden würde. Bereits ein Blick auf die aktuellen Bilanzen und TTR-Werte der beiden Teams machte dies mehr als deutlich.

Den Knock-out kassierten wir quasi schon im ersten Einzel. Flo, unsere Nr. 1, konnte sich leider nicht gegen Lars Seegräber, den vermeintlich „schwächsten“ Spieler des gegnerischen Trio‘s, durchsetzen. In keiner Phase des Spiels fand er so richtig in seinen Rhythmus, es reichte lediglich zum zwischenzeitlichen Satzausgleich. Der 3. Durchgang ging mit 9:11 verloren, im Anschluss ließ sich Seegräber die Gelegenheit nicht entgehen und vollendete zum 3:1.

Im Parallelspiel fand Stollo zunächst keine Mittel gegen das variable und konzentrierte Spiel von Julian Stahmann. Dieser kontrollierte das Match und agierte offensiv sehr druckvoll und präzise. Stollo fehlte hingegen die Genauigkeit (hauptsächlich bei seinen Angriffsschlägen), die er dringend benötigt hätte, um überhaupt eine Chance auf den Sieg zu haben. Als er mit dem Erfolg des 3. Satzes auf 1:2 verkürzen konnte, keimte nochmal Hoffnung auf, aber Satz Nr. 4 war dann wieder eine relativ klare Sache zu Gunsten der Gäste.

Birke bekam es nun mit Lars Hönig zu tun. Das 0:3 liest sich klar und deutlich, ganz so war der Spielverlauf jedoch nicht. 9:11 und 9:11 endeten die ersten beiden Sätze, in denen ich sowohl die unangenehmen Aufschläge als auch die harten Topspins des Kontrahenten relativ gut im Griff hatte. Am Ende entschieden Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg, mit einer gewissen Resignation absolvierte ich dann Satz Nr. 3, der 7:11 verloren ging.

Die klarste Entscheidung gab es im abschließenden Doppel von Flo und Birke gegen Stahmann/Hönig. Nur beim 11:13 im 2. Satz konnten wir die Partie offen halten, die beiden anderen Durchgänge waren deutlich. Wir haben nicht unbedingt schlecht gespielt, aber bei den Gästen hat einfach alles geklappt und sie haben eine sehr starke Vorstellung abgeliefert.

0:4 lautete somit das Endergebnis, welches auf jeden Fall absolut verdient für die Gäste war, da gibt es überhaupt keine Diskussion. Und trotzdem war der Abend für uns relativ frustrierend, weil wir alles versucht und auch durchaus gute Leistungen gezeigt haben. Am Ende ist leider nichts Zählbares herausgesprungen und so ein bisschen fühlte ich mich wie von einer Dampfwalze überrollt.

Damit ist die Pokalrunde für uns beendet. Am Freitag empfangen wir um 20:00 Uhr die Jungs vom TTV Nierstein zum nächsten Verbandsspiel.

Und gegen die TTSG Sörgenloch/Zornheim II haben wir am Samstag, den 29.02.2020, die Chance zur Revanche, wenn es im Rückspiel in der Bezirksoberliga mit 6 gegen 6 zur Sache geht.

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9:2 Heimsieg und doppelter Durchmarsch für Stollo

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Vorab möchte ich erstmal alle beruhigen, die sich aufgrund der Überschrift Sorgen um Stollo’s Gesundheitszustand machen: Er hat weder Magen-Darm noch muss er in Quarantäne. Wer unsere Berichte regelmäßig und aufmerksam liest, kennt bereits den ersten Teil dieser bemerkenswerten Geschichte. Die Auflösung folgt im Laufe des Berichts.

Am vergangenen Freitag begrüßten wir die Jungs vom TSV Stadecken-Elsheim, die sich nach wie vor noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen können. Gegen uns traten sie jedoch ohne die etatmäßigen Nr. 2 und 3 an, und obwohl bei uns Frank leider wieder passen musste, taten den Gästen die Ausfälle mehr weh als uns. Am Ende stand ein klares 9:2 zu Buche, aber das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Gegner erbitterte Gegenwehr geleistet haben und es einige enge Begegnungen gab.

Im Doppel begannen Flo und Stollo gegen Wiecha/Magyar und mussten gleich Bekanntschaft mit der Kampfstärke unserer Kontrahenten machen. Alle 5 Sätze waren super eng, nach der 2:1-Satzführung lag der Sieg in der Luft, aber so ein kleines bisschen haperte es an der Koordination und Abstimmung, die Rädchen griffen nicht so richtig ineinander, und so nutzten die Gegner die Chance zum knappen 3:2-Sieg.

Deutlich besser lief es bei Birke und Johann gegen Eick/Mallmann. Von Anfang an bestimmten wir das Geschehen und ließen die Gegner überhaupt nicht ins Spiel kommen. Der 2. Satz wurde ein bisschen knapp, aber insgesamt hatten wir die Partie voll im Griff. Mit 3:0 sorgten wir für den Ausgleich.

Micha und Steffen taten sich anfangs schwer gegen Mann/Horn. Die ersten beiden Durchgänge gingen in die Verlängerung und jede Seite konnte sich einen sichern. In Satz 3 und 4 erfolgte jedoch eine deutliche Leistungssteigerung unseres 3. Doppels, diese brachte das 2:1

Im Anschluss lieferte Flo ein blitzsauberes Spiel gegen Wiecha ab. Dieser probierte wirklich alles und spielte viele gute Bälle. Aber Flo blieb cool, bewegte sich gut, spielte aggressiv und behielt in allen 3 Sätzen die Oberhand.

Birke gegen Eick, das war ein intensives, sehr gutes Match. Im ersten Satz gelang es mir, den Gegner (genau wie im Doppel) überhaupt nicht ins Spiel kommen zu lassen. Danach funktionierten seine gefährlichen Aufschläge sowie die ersten Vor- und Rückhand-Topspin deutlich besser. Der zweite Satz ging knapp mit 10:12 weg, danach hatte ich auch noch meine Chancen, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Nun zu Stollo’s überragender Challenge. Wer gut aufgepasst hat, der weiß, dass Stollo den letzten Satz im Spiel gegen Drais mit 11:0 gegen Trautmann gewonnen hat. Das gleiche Kunststück gelang ihm quasi im direkt darauffolgenden Satz, der Leidtragende war diesmal Christof Mallmann. Zweimal 11:0 in 2 aufeinanderfolgenden Sätzen, das Ganze gegen 2 unterschiedliche Kontrahenten. Und wenn ich es richtig verfolgt habe, hat er dabei auch noch 2 völlig verschiedene Schläger verwendet… Thomas, das muss Dir erstmal jemand nachmachen!!!

3:0 endete dieses Spiel, im 3. Satz wurde es etwas knapp. Insgesamt aber eine klare Sache für Stollo.

Seit Wochen in bestechender Form ist Johann. Sowohl im gemeinsamen Doppel, aber auch in seinen Einzeln hinterlässt er einen hervorragenden Eindruck. Es sieht so aus, als würde er sich in der Mannschaft richtig wohl fühlen und als könnte er befreit aufspielen.

Peter Magyar war für ihn ein unbequemer Gegner, aber er hat die Aufgabe super gelöst. Johann hat permanent Druck ausgeübt, viele Punkte holte er sich mit aggressiven diagonalen Rückhand- Block- und Konterschlägen. Das Endergebnis lautete glatt 3:0, und im Zweiten hätte er es beim 11:1 Stollo fast gleich getan.

Im 3. Paarkreuz lief es zwar nicht durchgehend rund, aber Steffen und Micha holten trotzdem die fest eingeplanten Punkte.

Steffen gab gegen Horn den ersten Satz ab, wusste aber eigentlich zu diesem Zeitpunkt schon, mit welchen Mitteln er seinen Gegner schlagen könnte. Die Umsetzung folgte in den nächsten 3 Durchgängen, insgesamt ein ungefährdeter Erfolg. Und ein Beweis, dass er trotz der anhaltenden Rückenprobleme zu sehr guten Leistungen fähig ist.

Micha machte sich das Leben gegen Mann mal wieder selbst etwas schwer. Das daraus resultierende 5-Satz-Spiel und die erforderliche Aufholjagd nach 1:2-Rückstand hatte er sich so ein bisschen selbst zuzuschreiben. Aber wie so oft zog er sich auch diesmal selbst wieder aus dem Schlamassel heraus und sicherte sich einen verdienten 3:2-Erfolg. Volle Punktausbeute von Steffen und Micha, das war extrem wichtig.

Flo schaffte die Vorentscheidung im Match gegen die gegnerische Nr. 1, Wolfgang Eick. Einen Satz musste er abgeben, ansonsten lieferte er eine überragende Leistung ab. Auf jeden Versuch seines Gegners hatte er eine Antwort und siegte schlussendlich sicher und verdient mit 3:1.

Birke stand gegen Wiecha bei 0:1 und 6:10 mit dem Rücken zur Wand. Offensichtlich hatte ich mich bis dahin mit viel zu vielen nebensächlichen Dingen beschäftigt. Den zweiten Satz holte ich mir dann nach einem Kraftakt glücklicherweise noch mit 12:10, danach konnte ich den Mannschaftssieg mit meinem 3:1 perfekt machen.

Mit erfreulichen und hart erkämpften 18:10 Punkten nehmen wir aktuell den 4. Tabellenplatz ein. Am kommenden Freitag empfangen wir um 20 Uhr den TTV Nierstein zum nächsten Punktspiel.

Vorher kommt es am Dienstag im Pokal zur Viertelfinalbegegnung gegen Sörgenloch/Zornheim II. Die TTSG ist klarer Favorit, rangiert die Mannschaft doch auch in der Bezirksoberliga auf Rang 2 und schnuppert am Aufstieg in die Verbandsliga. Aber wir werden uns gewiss nicht kampflos geschlagen geben. Die Jungs, die wir ins Rennen schicken werden, sind heiß auf diesen Fight und wollen sich das Halbfinal-Ticket sichern.

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Ein Wechselbad der Gefühle im Heimspiel gegen die TSG 1876 Drais

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Wir hatten zwar nicht Freitag den Dreizehnten, aber ein Freitag war es trotzdem und der 13. Spieltag stand auf dem Programm. Es sollte ein denkwürdiger Abend werden, aber allzu oft brauche ich solche Ereignisse ehrlich gesagt nicht.

Die Gäste reisten in Bestbesetzung an, bei uns musste Spitzenspieler Frank leider passen. Ansonsten hatten wir alle Mann an Bord, allerdings gab es massive Probleme, dass zum Spielbeginn tatsächlich auch alle anwesend waren.

Da Flo am Abend noch mit der Verbandsjugend ein Spiel in Wendelsheim hatte und Micha’s Zeitplan etwas durcheinandergekommen war, standen wir 10 vor 8 Uhr noch zu viert in der Halle und mussten eine Entscheidung treffen, wie wir unsere Doppel aufstellen. Ein großes Kompliment machen wir an dieser Stelle unseren Gästen (allen voran Marcus Steyer), die im Sinne des Sports und des Fair Play einverstanden waren, die Spielreihenfolge zu ändern und uns somit etwas Zeit einräumten.

Genützt hat es uns für das Doppel 1 nichts, wir mussten kampflos schenken. Micha (der es dann doch noch rechtzeitig in die Halle geschafft hatte) und Steffen spielten solide gegen Marcus Steyer und Trautmann, allerdings reichte es beim 1:3 nur zu einem Satzgewinn.

Johann und Birke standen vor der schwierigen Aufgabe, gegen das Doppel 1 zu bestehen. 13:15 und 6:11 gingen die ersten beiden Sätze gegen Dederding/Schwitzgebel verloren, dann starteten wir unsere Aufholjagd. Von Punkt zu Punkt harmonierten wir besser, mit 11:5 und 11:9 konnten wir in den Sätzen ausgleichen, um uns dann den dramatischen Entscheidungssatz mit 18:16 zu sichern.

Im Anschluss begannen wir mit den Einzeln im mittleren Paarkreuz. Stollo war relativ chancenlos gegen Weil und konnte keinen Satzgewinn verbuchen. Deutlich besser verlief das Match von Johann gegen Trautmann. Nach einem klaren Erfolg im ersten Satz musste er den zweiten zwar knapp abgeben, aber danach hatte er den Gegner gut im Griff, spielte konzentriert und überlegt und sicherte sich den 3:1-Sieg.

Endlich war dann auch Flo in der Halle angekommen und konnte zu seinem Einzel gegen Niklas Steyer antreten. In keiner Phase der Begegnung hatte er größere Probleme, auch bei guten Aktionen des Kontrahenten hatte er immer eine Antwort parat und siegte deutlich mit 3:0.

Birke war gegen Dederding, die Nr. 1 der Draiser, gefordert. Zu Beginn des Spiels war ich immer noch ziemlich aufgewühlt wegen der nervenaufreibenden Spielvorbereitung und sonstigen Umstände an diesem Abend. Und da mein Gegner auch noch ziemlich gut spielte, lag ich mit 0:2 Sätzen im Rückstand. Aber wie schon im Doppel konnte ich Moral zeigen und mich auch spielerisch steigern. Mit 11:5, 11:6 und 11:8 gelang es mir, dass Spiel noch zu meinen Gunsten zu drehen.

Eine Doublette gab es dann fast im Spiel von Steffen gegen Schwitzgebel. Wieder stand es 0:2, auch Steffen schaffte den Satzausgleich. Der Triumph blieb ihm am Ende jedoch verwehrt, mit 9:11 musste er sich nach hartem Kampf im 5. Satz beugen.

Mit einem Sieg von Micha gegen Marcus Steyer war nicht unbedingt zu rechnen, zu souverän hatte der Draiser in den vergangenen Partien gegen uns agiert. Folgerichtig ging er auch 1:0 in Führung, doch dann fand Micha Mittel und Wege, seinerseits den Druck zu erhöhen und immer mehr Ballwechsel für sich zu entscheiden. 3:1 hieß es am Ende und mit einer 5:4-Führung gingen wir in die zweite Runde der Einzel.

Ganz wichtig, dass es uns in Person von Flo gegen Dederding gelang, ein drittes Spiel nach 0:2-Rückstand zu drehen. Deutlich verlor er die ersten beiden Sätze, doch mit 11:9 und 11:8 erkämpfte er sich den Entscheidungssatz. Der war dann eine relativ klare Sache, sehr zu seiner Freude und natürlich der Mannschaftskameraden.

Nun war Birke gegen Niklas Steyer an der Reihe, und es sollte das 3. enge Fünfsatzmatch innerhalb von knapp 2 Stunden für mich werden. Es war ein starkes Spiel von beiden Seiten mit guten Ballwechseln und viel Kampf und Einsatz. Nachdem ich mir den dritten Durchgang mit 12:10 zur 2:1-Führung gesichert hatte, lagen die Vorteile eigentlich bei mir, aber Steyer hielt dagegen, traf zunehmend besser mit der Rückhand und hatte leider den einen oder anderen Netz- und Kantenball, so dass er sich Satz 4 mit 11:9 holen konnte. Damit war mein Widerstand gebrochen, ich war vor allem emotional „leer“, so dass ich beim 3:11 kaum noch Gegenwehr leisten und nur noch gratulieren konnte.

Doch zum Glück war danach auf den Rest der Truppe Verlass. Stollo hatte Startschwierigkeiten gegen Trautmann, verlor den ersten Satz mit 10:12. Ein paar kleine Korrekturen in der Taktik sowie eine ausgewogene Mischung aus Abwehr- und überraschenden Angriffsschlägen sicherten ihm das 3:1, wobei es im vierten Satz die „Höchststrafe“, nämlich ein glattes 11:0 gab.

Damit führten wir 7:5 und es folgte ein weiteres Spiel über die volle Distanz. Der starke und überzeugende Johann spielte ein tolles Match gegen Weil. Nach vier relativ ausgeglichenen Sätzen stand es 2:2, der fünfte Satz ging dann klar an Johann, der uns somit schonmal das Unentschieden sicherte.

Den Schlusspunkt setzte Steffen gegen Markus Steyer, aber auch dieser 3:1-Erfolg war insgesamt eine ganz knappe Kiste. Die Durchgänge 1 und 2 holte sich Steffen, sein Gegner konnte dann nochmal verkürzen, aber mit 11:8 machte Steffen den Mannschaftssieg perfekt.

Ich möchte nochmals hervorheben, dass die Begegnung bei aller Rivalität, die zwischen den beiden Mannschaften herrscht, in einer tollen und fairen Atmosphäre ausgetragen wurde. Und auch wenn sich der eine oder andere Draiser vielleicht etwas benachteiligt fühlte: betrachtet man Hin- und Rückspiel zusammen, so haben sich Vor- und Nachteile doch ziemlich ausgeglichen. Denn beim Hinspiel hatten wir auf Wunsch der Draiser einer Verlegung zugestimmt, womit wir uns im Nachhinein selbst ein Ei ins Nest gelegt haben, denn die Gastgeber spielten mit voller Kapelle und wir traten äußerst ersatzgeschwächt an. Ich denke und hoffe, dass unsere Gegner mit etwas Abstand zu einer ähnlichen Einschätzung kommen.

Am 07.02. erwarten wir zum Heimspiel den TSV Stadecken/Elsheim, der aktuell einen guten Lauf und nur noch zwei Zähler Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze hat. Wir können uns also gewiss auf einen heißen Tanz und einen hoch motivierten Gegner einstellen.

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Keine Chance für die „letzten der Mohikaner“

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Die Begegnung bei der 3. Mannschaft des TSV Wackernheim war im Prinzip schon am Anfang der Woche verloren. 5 Spieler des achtköpfigen Kaders meldeten, dass sie leider nicht zur Verfügung stehen. Zudem spielte die 4. Mannschaft parallel in Nieder-Olm und hatte ebenfalls mit Personalsorgen zu kämpfen, so dass sich die Bemühungen, überhaupt eine komplette, spielfähige Truppe auf die Beine zu stellen, als überaus schwierig erwiesen. Einen kurzen Moment hatten wir sogar daran gedacht, das Spiel zu schenken, aber das wäre ein Offenbarungseid gewesen und einem Verein wie dem RSV Klein-Winternheim absolut unwürdig!

Und so traten Thomas B. und Thomas S. zusammen mit Henrik, dem natürlich Spielpraxis fehlt und dessen Schulter leider immer noch nicht schmerzfrei ist, und 3 talentierten und motivierten Nachwuchsspielern die Mission Impossible an. Vorab ist lobend zu erwähnen, dass sich alle voll reingehängt und ihr Möglichstes versucht haben, so dass durchaus gute Leistungen zu sehen waren und wir den Gastgebern einen fairen Wettkampf liefern konnten.

In den Doppeln spielten sowohl Henrik und Maxim gegen Chitralla/Barthen als auch Tim und Ferdi gegen Klose/Meierhöfer gut mit. Eine reelle Chance auf einen Satzgewinn gab es jedoch nicht.

Thomas B. und Thomas S. (oder auch Birke und Stollo, wie ich uns ab sofort nennen werde), spielten zum ersten Mal zusammen und hatten im ersten Satz gegen Just/Wolf noch deutliche Abstimmungsprobleme. Ab dem zweiten Durchgang hatten wir uns dann sortiert, und es folgten vier enge, hart umkämpfte Sätze, in denen wir am Ende die Oberhand behielten und früh für den verdienten Ehrenpunkt sorgten.

Chancen auf weitere Spielgewinne hatten danach eigentlich nur noch Birke und Tim. Ich begann in einem äußerst gutklassigen Match gegen Barthen konzentriert und sicher, gab den ersten Satz dummerweise nach 9:7-Führung noch ab. Die nächsten beiden Sätze holte ich mir dann, agierte danach aber zu passiv und mit wenig Fortune, so dass ich mich leider 2:3 geschlagen geben musste.

Stollo fand gegen Chitralla nie zu seinem Spiel, zu wenig Zeit ließ ihm der Gegner mit seinen aggressiven Rückhandschlägen mit der kurzen Noppe. Ein ziemlich klares 0:3 war die Folge.

Ferdi machte seine Sache gegen Just vor allem im ersten Satz sehr gut. 8:11 ging dieser verloren, aber er wusste durchaus durch gute Angriffskombination zu gefallen. Die weiteren Sätze fielen etwas deutlicher aus, trotzdem war Ferdi’s Auftritt aller Ehren wert.

Wenn sich Henrik den Spieler der Wackernheimer hätte aussuchen können, gegen den er gar nicht spielen wollte, dann wäre das mit Sicherheit Abwehrspieler Klose gewesen. Genau mit dem bekam er es aber zu tun, das Endergebnis lautete leider 0:3. Spielte er in den ersten beiden Sätzen noch viel zu überhastet und übermotiviert, ließ er im Dritten dem Gegner auch mal die Chance, eigene Fehler zu machen. Fast hätte sich die Geduld ausgezahlt, aber am Ende stand ein knappes 13:15.

Maxim bekam es mit Routinier Meierhöfer zu tun. Ohne Angst ging er diese schwierige Aufgabe an, und es war toll, zu sehen, wie er das Coaching vor jedem Satz annahm und die Vorgaben umsetzte. Er konnte das Spiel relativ offen halten, aber gegen die mit viel Rotation gespielten Topspins und das schnelle Konterspiel hatte er erwartungsgemäß keine Chance.

Ein richtig gutes Spiel lieferte Tim gegen die Legende Claus Wolf ab. Alle 3 Sätze verlor er mit 2 Punkten Unterschied, in Durchgang 1 und 2 ging es in die Verlängerung. Ein bisschen Dusel hatte er bei dem einen oder anderen Ballwechsel auf seiner Seite, aber trotzdem war das eine super Vorstellung. Schade, dass Du Dich nicht mit einem Satzgewinn belohnen konntest.

Einen ähnlichen Verlauf nahm auch Birke’s Spiel gegen Chitralla. Mit 3:1 machte der Wackernheimer den Mannschaftssieg perfekt, wobei das Match auch eine ganz enge Kiste war. Ich muss mir nichts vorwerfen, habe nochmal alles versucht. Alle 4 Sätze waren richtig knapp, in den entscheidenden Situationen habe ich leider die BigPoints nicht gemacht.

Bleibt festzuhalten, dass wir das Beste aus der Situation rausgeholt haben und erhobenen Hauptes die Heimreise antreten konnten. Vielen Dank an die Jungs vom TSV für ihr Verständnis, vor allem aber an unser „junges Gemüse“ Tim, Ferdi und Maxim, die uns super unterstützt haben und bestimmt jeder für sich ein bisschen Erfahrung sammeln konnten

Bleibt zu hoffen, dass wir kommenden Freitag im Heimspiel gegen die starken Draiser mit einer deutlich stärkeren Truppe antreten können. Vor ein paar Wochen hatte ich ja aufgrund der Neuzugänge bzw. Rückkehrer frohlockt, dass wir in den Spielen der Rückserie tendenziell besser aufgestellt sind, als es vor allem am Ende der Hinrunde der Fall war.

Das gestrige Spiel war leider genau das Gegenteil davon. Ich hoffe einfach mal, dass es einfach nur eine unglückliche Häufung von Terminkollisionen gewesen ist, die bis zu Saisonende in dieser Form nicht noch einmal vorkommt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das ein einmaliger Ausrutscher gewesen ist.

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Ohnmacht statt Freude zum Abschluss der Hinrunde

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Enttäuschend, frustrierend, deprimierend…

Nach manchen sportlichen Ereignissen fehlen einem ja die Worte, um das Geschehene beschreiben zu können. In diesem Fall jedoch ließe sich die Liste der passenden Vokabeln noch unendlich verlängern.

Dabei ist das reine Ergebnis von 4:9 beim jetzigen Tabellenführer, der 4. Mannschaft von Mainz 05, eigentlich keine große Überraschung. Steffen und Flo waren verhindert, Johann haben wir an die 2. Mannschaft „verborgt“. Er machte in diesem wichtigen Verbandsliga-Spiel gegen Selztal seine Sache sehr gut und konnte einen Punkt zum 9:2-Sieg beisteuern: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH Dir und der ganzen Truppe!!!

Vielen Dank an Simon, Mark und Roland, die bei uns einsprangen, für Ihren Einsatz. So richtig viel hatten wir uns unter diesen Umständen eigentlich nicht ausgerechnet, aber da auch die Gastgeber nicht in Bestbesetzung antraten, witterten wir unsere Chance und wollten versuchen, einen Punkt oder vielleicht sogar zwei zu entführen.

Wir starteten hervorragend mit einer nicht vermuteten 2:1-Führung nach den Doppeln. Frank und Thomas gewannen glanzlos 3:0 gegen Illgner/Mehlig, Mark und Roland zogen mit dem gleichen Ergebnis gegen Neuwirth/Schlarb den Kürzeren. Für den Höhepunkt aus unserer Sicht sorgten Simon und Micha, die gegen das Spitzenduo Scheib/Fabbri mit 3:2 triumphierten.

Schon in den Doppeln wurden 2 Tatsachen offensichtlich, die sich auch durch alle Einzel zogen und das spielerische Niveau an diesem Abend extrem limitieren sollten: Der Fußboden in der Halle war extrem rutschig und selbst der feuchte Lappen gab nur kurzfristig etwas sicheren Stand auf diesem mangelhaften Geläuf. Das noch größere Ärgernis waren die Kunststoffkugeln, für die sich die Mainzer bedauerlicherweise entschieden haben. Wir wollen nicht meckern und die Niederlage nur auf die Bälle schieben, aber wenn das Spielgerät komplett andere Flugeigenschaften besitzt als alles, was man im Rest des Jahres schwungvoll und mit Freude über die Platte feuert, dann kann man schonmal leicht kollektiv verzweifeln.

Aber nicht nur wir haderten mit den Gegebenheiten, auch der eine oder andere Mainzer vermerkte ein „erhöhtes Frustlevel“, und wenn man sich an die ratlosen Blicke erinnert, die sich Scheib und Fabbri in ihrem Doppel zugeworfen haben, dann kommt man leicht zu der Feststellung, dass mit anderem Material deutlich attraktivere Spiele möglich gewesen wären. Zu häufig war nach Aufschlag oder Rückschlag bzw. ganz kurzen Ballwechseln der Punkt schon vergeben. Sämtliche Bemühungen, mit Rotation, Schnittwechsel oder einstudierten Spielzügen zum Erfolg zu kommen, verpufften ergebnislos. So blieb eigentlich nur die Taktik, das Plastik-Ei irgendwie rüberzuplotschen und zu hoffen, dass der Gegner früher den Fehler macht.

Die Gastgeber agierten dabei geschickter und erfolgreicher, der Rest dieses trostlosen Abends ist schnell erzählt. Außer Frank, der sicher gegen Fabbri und mit einem starken 3:1 zum ersten Mal auch gegen Fabian Scheib gewann, gelang keinem von uns mehr ein Erfolg im Einzel.

Thomas unterlag Scheib und Fabbri jeweils 0:3, wobei einige Sätze ziemlich eng waren und unglücklich weggegangen sind. Mark verlor 1:3 gegen Illgen und leider auch ganz knapp mit 2:3 gegen Neuwirth. Gegen die gleichen Spieler konnte auch Micha nichts Zählbares erreichen. Simon spielte gegen Schlarb 3mal 9:11 und bei Roland war im Spiel der Generationen gegen den jungen Mehlig in allen 3 Sätzen bei 8:11 Endstation. Wir gratulieren den Mainzern zum Sieg und zur Herbstmeisterschaft.

Wir finden uns nach einer schwierigen, insgesamt aber erfolgreichen Hinrunde mit 12:8 Punkten auf Tabellenplatz 6 wieder, haben aber nur 2 Punkte Rückstand auf den Dritten. Leider konnten wir keins der 10 Spiele in der nominell stärksten Besetzung bestreiten, und die letzten zwei Begegnungen versauten den insgesamt positiven Eindruck der bisherigen Saison.

Die personelle Situation sollte sich für den Verein zur Rückrunde insgesamt verbessern und entspannen. Lenni steht nach seinem Auslandsaufenthalt der 2. Mannschaft wieder zur Verfügung, und darüber hinaus freuen wir uns, zusätzlich einen gestandenen Verbands- und Bezirksoberligaspieler bei uns begrüßen zu dürfen, der unserer 3. Mannschaft mit seiner Routine und spielerischen Klasse die erforderliche Stabilität liefern wird (Details folgen…).

Grund genug, den Blick nach vorne zu richten. Mit der Zuversicht, dass wir in der Rückrunde häufiger in optimaler Besetzung spielen werden, wollen wir uns Richtung oberes Tabellendrittel orientieren. Die Rückrunde startet für uns ziemlich früh, bereits am späten Abend (20:30 Uhr) des 06. Januar treten wir in Budenheim an. Die Budenheimer werden sich für die knappe Hinspielniederlage revanchieren wollen und so machen wir uns auf ein enges Match gefasst, in dem sich schon entscheiden wird, ob wir nochmal oben angreifen können oder nicht.

Bis es soweit ist, freuen wir uns, wenn möglichst viele Spieler häufig den Weg in die Haybachhalle zu den Trainingseinheiten finden, damit im Januar alle wieder in guter Form sind.

Wir danken allen, die sich für unsere Ergebnisse interessiert und die Spielberichte gelesen haben und wünschen schon jetzt eine entspannte Weihnachtszeit und einen tollen Start ins Jahr 2020.

WeiterlesenOhnmacht statt Freude zum Abschluss der Hinrunde

Mach es kurz!

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Mit diesem legendären Satz soll Claus Brusenbauch seinen ältesten Sohn bei den Andro Kids Open nach einem 30-minütigen Monolog konfrontiert haben, als dieser auch andere an der Konversation teilhaben lassen wollte. Man munkelt, dass Steffen Nagels Lachen in den Hallen des hiesigen Restaurants immer noch zu vernehmen ist.

Warum ich das erzähle? Nassau hat es auch kurz gemacht.

Spielzeit: 2:11. Sätze 7:28. Endergebnis 1:9.

Ein wenig relativiert sich das Ergebnis, wenn man bedenkt, dass Zhibi und Roman nicht anwesend sein konnten. Einer von beiden musste als Bundesligacoach eine bittere 3:0-Niederlage gegen Düsseldorf am Folgetag einstecken.

Die einzig erfreuliche Leistung kam von Yves und Nico im Doppel, sowie Philip im Einzel, der sich knapp im Entscheidungssatz Mayer geschlagen gegeben musste. Ein besonderen Dank an unsere Ersatzleute Matze und Philip, die sich mit all ihrer Kraft gegen die Niederlage stemmten.

Nun warte auf uns das letzte Spiel der Hinserie am 1. Advent um 10:30 morgens in Frankenthal, bei dem wir versuchen werden ein versöhnliches Ende herbeizuführen.

Bis dahin: #nurderRSV

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Ein umkämpftes 4:2 bringt die 3. Mannschaft ins Pokal-Viertelfinale

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Es war die erwartet harte Nuss, die wir bei der jungen Truppe der Spvgg. Essenheim zu knacken hatten. Konnten wir uns auf die unangenehme, recht unorthodoxe Spielweise der Gegner im Vorfeld einstellen, waren die Probleme bei der Anfahrt (Straßensperrung) und mit der niedrigen Hallentemperatur (technischer Defekt) nicht vorhersehbar. Nichtsdestotrotz entwickelte sich eine spannende Partie, in der es nicht viele klare Ergebnisse, dafür aber einige tolle Ballwechsel gab.

Michael begann stark gegen Gesswein, machte zweieinhalb Sätze alles richtig und führte 2:0. Eine kleine Unkonzentriertheit kostete ihn Satz Nr. 3, der Gegner kam immer besser ins Spiel. Am Ende gingen die Gastgeber mit einem knappen 5-Satz-Sieg in Führung.

Frank musste gegen Wolf alle Register ziehen und tat sich vor allem in den ersten beiden Durchgängen recht schwer. Glücklicherweise konnte er in den entscheidenden Phasen immer noch eine kleine Schippe drauflegen, sein 3:0-Sieg brachte uns den Ausgleich.

Auch Thomas hatte gegen Fabian Wagner so seine Mühe. Mit Konzentration und Geduld sicherte er sich die Sätze 1 und 2, den 3. Satz musste er jedoch relativ deutlich abgeben. Der 4. Satz war dann eine ganz enge Kiste, mit viel Willen und Kampfgeist konnte Thomas ihn 15:13 für sich entscheiden, wir gingen 2:1 in Führung.

Im Doppel fehlte Frank und Thomas leider wieder das letzte Quäntchen Glück. Wie schon gegen Wallertheim verloren wir hauchdünn im 5. Satz, wobei diesmal die Leistung absolut gestimmt hat. Mit 5:2 führten wir im Entscheidungssatz, konnten den Vorsprung aber leider nicht ins Ziel retten. Ausgleich für Essenheim.

Franks 3:0-Erfolg gegen Gesswein war eigentlich nie in Gefahr. Die ersten beiden Sätze beherrschte er souverän, im 3. wurde es dann etwas eng. Aber mit all seiner Erfahrung sicherte er uns den Punkt zum 3:2.

Micha war es vorbehalten, mit seinem Sieg gegen Wagner den Schlusspunkt zu setzen. Er konnte nahtlos an seine gute Leistung im ersten Einzel anknüpfen und gab lediglich Durchgang Nr. 3 ab.

Das Projekt „Pokal“ geht für uns also weiter. Erfreulicherweise haben wir uns unter die letzten Acht gespielt. Ab jetzt warten nur noch richtig starke Gegner. Mal schauen, welches Team uns von der Glücksfee für die nächste Runde zugelost wird.

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Der Personalnot erfolgreich getrotzt – weiße Weste in den Doppeln als Basis

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Dass die 3. Mannschaft 3 Doppel gewinnt, geschieht nicht so oft. Und nie gab es dafür einen besseren Zeitpunkt als am vergangenen Freitag.

Im Vorfeld des Spiels gegen Nieder-Ingelheim hatten wir große Personalsorgen. Frank und Steffen hatten abgesagt, Henrik und Mark standen nicht als Ersatz zur Verfügung, und so bedanken wir uns bei Olli und Claus, dass sie eingesprungen sind. Zwar fehlte beim Gegner ebenfalls Spitzenspieler Kossytorz, aber der Nachteil lag definitiv auf unserer Seite. Eine Niederlage als Worst-Case-Szenario wäre für uns nicht überraschend gekommen.

Alle 3 Doppel waren umkämpft und konnten gewonnen werden, wobei der Erfolg von Olli und Claus nach 0:2 Rückstand hervorzuheben ist. Kleine taktische Umstellungen und eine deutliche spielerische und kämpferische Steigerung brachten Ihnen den knappen Sieg.

Flo vertrat Frank als Nr. 1 hervorragend und ließ bei seinem glatten Sieg gegen Bedekar keine Zweifel aufkommen. Johann hinterließ einen starken Eindruck bei seiner Premiere im oberen Paarkreuz. Beim knappen 1:3 gegen Sauer fehlte nicht viel zum Triumph. Etwas mehr Erfahrung und Cleverness machten am Ende den Unterschied zugunsten des Gastes.

Was nun folgte, war ein bitterer Totalausfall im mittleren Paarkreuz. Thomas fand gegen seinen Arbeitskollegen, Stefan Keim, in keiner Phase zu seiner gewohnten Lockerheit und Zielstrebigkeit, agierte gehemmt und unsicher. Zudem lieferte Keim eine starke Leistung ab und so stand am Ende ein 2:3 zu Buche. Michael machte es gegen Singer nicht besser und so musste auch er nach enttäuschendem Auftritt eine unerwartete Fünfsatzniederlage hinnehmen.

Claus konnte sein Spiel gegen Hessel zwar offen halten, aber für einen Satzerfolg fehlten ihm leider ein paar Punkte und auch etwas Glück in den entscheidenden Situationen. Als dann auch noch Olli 0:1 gegen Preis zurücklag, ist uns das Herz ordentlich in die Hose gerutscht. Aber er hat sich selbst und damit auch die gesamte Mannschaft aus dem Schlamassel gezogen und mit seinem 3:1 den vorentscheidenden Punkt geholt.

Den Zahn zogen dem Gegner dann die beiden Schelli’s. Mit viel Klasse und Konzentration konnten sie ihre jeweils sehr umkämpften Spiele nach Hause bringen und bescherten uns damit die beruhigende 7:4 – Führung. Ganz stark, Ihr 2, das war eine ganz reife Leistung!!!

Thomas begann das Match gegen Singer genauso katastrophal, wie das vorhergehende geendet hatte. Gottseidank konnte er aber ab Mitte des zweiten Satzes den Schalter umlegen und fand wieder in die Erfolgsspur zurück. Am Ende war das 3:1 dann eine ganz klare Angelegenheit. Und auch Micha konnte sich rehabilitieren und gewann 3:0 gegen Keim, der jedoch gegenüber seiner starken Leistung im ersten Spiel nicht wiederzuerkennen war.

9:4, das klingt etwas klarer, als der Spielverlauf tatsächlich war. Egal, die nächsten Points sind eingefahren, und da alle anderen Mannschaften der BOL bisher Federn gelassen haben, führen wir aktuell verlustpunktfrei die Tabelle an, unglaublich. Kommende Woche erwartet uns ein Doppelspieltag mit 2 schweren Auswärtsbegegnungen bei Bingen-Büdesheim und Drais.

Eine persönliche Meinung zum gestrigen Spiel muss ich noch loswerden. Olli hatte aus privaten Gründen um das Vorziehen seines 2. Spiels gebeten. Ja, könnte man machen, allerdings erst nach dem kompletten Abschluss der ersten Einzelspiele, und dann auch nicht gleich. Im Ergebnis fand die Begegnung ganze 2!!! Matches früher als regulär statt, was Olli eine „satte“ Zeitersparnis von ca. 20 Minuten gebracht hat.

Mit seinem Sieg hat er die richtige Antwort gegeben. Leider hat der Punkt nicht mehr gezählt, da Micha vorher den Sack zugemacht hat. Tut mir leid, dass ich das so sagen muss, aber unter Entgegenkommen und Fairplay verstehe ich etwas anderes…

T. B.

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