RSV verpflichtet 17-jährigen US-Amerikaner

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Chase Bockoven lautet der klangvolle Name des 17 Jahre alten Nachwuchstalents aus Acton, Massachusetts, das in der kommenden Spielzeit die frisch in die Verbandsoberliga aufgestiegene 2. Herrenmannschaft des RSV Klein-Winternheim als Spitzenspieler verstärken wird.
Chase zählt in seiner Altersklasse zu den Topspielern in den Vereinigten Staaten. „Ich habe angefangen, als ich sieben Jahre alt war“, sagt Chase, „ich habe mit meinem Vater und meinem Bruder in der Garage gespielt, wo wir einen Tisch aufgebaut hatten“. Chase‘ Vater Ralph – selbst in jüngeren Jahren ein erfolgreicher Spieler – erkannte schnell das Talent seines Sohnes und begann, ihn regelmäßig zu trainieren. Erste Turniererfahrung sammelte Chase bei den Eastern Open Championships. Als größten Wendepunkt in seiner noch jungen Karriere bezeichnet der Jugendliche den Moment, als er zum ersten Mal auf den deutschen Tischtennisprofi Thomas Keinath traf. Über einen gemeinsamen Freund stellte Chase den Kontakt zu dem zweifachen US Open-Gewinner her, der ihn 2011 zum ersten Mal für eine mehrwöchige Trainingseinheit nach Deutschland holte. „Als ich zurückkam, war ich viel stärker und schaffte es bis in die Top 20 in den USA“, sagt Bockoven. Bei Auswahlspielen für die Junior-Nationalmannschaft scheiterte er nur knapp. Trainert wurde er auch vom ehemaligen Weltmeister Stellan Bengtsson aus Schweden. Als seine größten Stärken bezeichnet Chase seinen Aufschlag und das Blockspiel mit früher Ballannahme nah am Tisch.
Wenn er nicht gerade an der Platte steht, verbringt Chase gerne viel Zeit mit seinen Freunden, spielt Videospiele, schaut TV-Serien wie Lost, Breaking Bad oder Game of Thrones oder übt sich in anderen Sportarten wie Tennis oder Golf. Dennoch sind seine Prioritäten klar definiert: „Tischtennis ist meine große Leidenschaft, und ich liebe es, viel und hart zu trainieren.“

Chase, herzlich willkommen im RSV Klein-Winternheim!

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Neuzugänge für 1. und 2. Mannschaft!

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Der RSV Klein-Winternheim freut sich über zwei Neuzugänge für die kommende Saison 2015/16.

Bernhard Ilchev, der bislang für den TV Leiselheim in der Regionalliga aufgeschlagen hat, wird die 1. Herrenmannschaft in der Oberliga verstärken. Der 50-Jährige ehemalige Bundesligaspieler und Deutsche Meister ist damit der erste Abwehrspieler im RSV Klein-Winternheim. Bernhard wird im mittleren Paarkreuz zum Einsatz kommen, wo man sich von dem Defensivspezialisten wichtige Punkte erhofft. „Von ihm können unsere jungen Spieler und natürlich auch unsere Zuschauer enorm profitieren – denn Abwehr ist immer spektakulär“, sagt Pressesprecher Steffen Nagel.

Zweiter Neuzugang ist Alexander Schmelzeis, der von der TGM Budenheim zum Haybach-Club wechselt. In der Verbandsliga erspielte sich der 21-jährige Student im vorderen und mittleren Paarkreuz eine 20:19-Bilanz. Alex wird die frisch in die Verbandsoberliga aufgestiegene 2. Herrenmannschaft des RSV verstärken. „Er ist jung, ehrgeizig und passt auch menschlich absolut in unsere junge Mannschaft“, erklärt Nagel die Hintergründe für die Verpflichtung.

Bernhard und Alex, herzlich willkommen im RSV Klein-Winternheim!

Den Verein verlassen hat leider Friedrich Sauer, der aus privaten Gründen im Tischtennis kürzertreten will. Der RSV wünscht seinem ehemaligen Zweitmannschaft-Spitzenspieler, der maßgeblich zu den beiden Aufstiegen der vergangenen Jahre beigetragen hat, alles Gute für die Zukunft.

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Der Zug war pünktlich

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Wo beginnen? Am Anfang. Das war vor etwa zehn oder zwanzig Jahren. Ich saß mit Yves auf der Wohnzimmercouch, draußen war es richtig ungemütlich, Schnee, Sturm und Steffen Hagel wüteten, doch wir saßen im Warmen, teilten uns einen Mettigel und tranken heißen Pfefferminztee. Wir lasen „Der Besuch der alten Dame“ vom großen Dürrenmatt, noch ganz analog in einem „Buch“ – ein mobiles Endgerät alter Zeit, dessen bisweiligen Gebrauch ich auch der Candy-Crush-Generation aus der zweiten Mannschaft empfehle –, und waren ganz hingerissen von der spannenden Geschichte: Die alte, reiche Dame besucht ihre heruntergekommene Heimatstadt, ist kaum der Eisenbahn entstiegen, da wird sie schon um Hilfe monetärer Art gebeten, und da verspricht sie tatsächlich, jeden Bürger reich zu machen – sofern man sich bereit erkläre, im Gegenzug einen ganz bestimmten Bürger zu töten: denjenigen, der sie einst furchtbar betrog.

Yves war damals hochschwanger mit Marco, und er ahnte noch nicht, dass ich ihn einen Monat später, die Vaterschaft leugnend, Kopf über Hals verlassen würde, um mit Chen Zhibin eine Eisdiele in Weitefeld-Langenbach zu eröffnen. Yves schrie mir wütend hinterher: „Wirges! Wirges!“, doch ich war nicht zu halten.

Seitdem sind viele Winter und Sommer vergangen, Tränen und Netzroller gerollt; ich kehrte bald heim nach Klein-Winternheim, Yves dagegen zog sich infolge einiger körperlicher wie seelischer Verletzungen zurück und ließ sich lediglich über die Presse hin und wieder bissig über den desolaten Zustand der aktuellen Mannschaft aus. In der Tat darbte das Team, ausgelaugt, unzuverlässig, satt. Vor dem abschließenden Heimspiel gegen Heusweiler war die Personallage derart brenzlig, dass Teilzeitallergiker Marco mit bitterer Miene, einen tiefen Schluck aus seinem Milchglas nehmend, zum Telefonhörer griff.

Der Zug war pünktlich. Am späten Nachmittag erreichte Yves den alten, baufälligen Bahnhof in Klein-Winternheim. Unsere Blicke kreuzten sich. In seinem lag Hass. Meinen konnte ich nicht sehen. Der lange Marsch zur Halle; Bryans Blasmusik wurde durch Chen Zhibin und seine dröhnenden Paukenschläge übertönt. Die Begrüßung von Manager Claus B.: „…leider das letzte Spiel von David…haben ihn sehr geschätzt, gleichwohl…wo gehobelt wird, da fallen Späne…Auge um Auge…Tod oder Gladiolen…“, und so weiter. Ich schnaufte. Einige meiner Haare standen zu Berge. Vereinzelt sträubten sich Restposten im Nacken.

Dann eine erste Attacke. Der kleine David schoss Bälle in meine Richtung. Ich zuckte. Chen Zhibin haute mir mit seinem Paukenschläger auf die Rübe. Ich weinte. Nicolas kratzte. Ich kratzte zurück. „Du bist im Opferdoppel“, hörte ich eine tiefe Stimme sagen, ein diabolisches Grinsen auf dem Gesicht. Ich war starr vor Schreck. Immerhin war auch Nicolas schon so angekratzt, dass er kaum mehr spielen konnte.

Yves hielt seinen Teil der Abmachung und gewann. Marco und der kleine David präsentierten sich in Bestform, Hyänen, nach meinen Stammplatz im mittleren Paarkreuz heischend. 9:6 für uns. Ich winselte um Gnade. „Kein Erbarmen!“, keifte Yves und verteilte Mistgabeln und Fackeln an die Zuschauer. Matthias, mein einziger Freund in dieser Welt, war nicht gekommen. Ich sah, dass es zu spät war. Dass mich kein Time Out retten würde, keine Handtuchpause, kein verdeckter Aufschlag. Dass die Welt, wie ich sie kannte, aus den Fugen geraten war. Dass ich zum letzten Mal – stolz – das RSV-Trikot, den Haybachlachs auf der Brust getragen hatte.

Der Tag war gekommen: Es war Zeit zu gehen.

Von
David Weber

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Zweite Mannschaft steigt in Verbandsoberliga auf!

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Nun ist es amtlich: Bereits drei Spieltage vor Saisonende ist die 2. Tischtennis-Herrenmannschaft des RSV Klein-Winternheim Meister der Verbandsliga Rheinhessen. Damit steigt das Team von Kapitän David Schöne in die Verbandsoberliga auf und wird damit nächste Saison nur eine Liga tiefer spielen als die 1. Herrenmannschaft (Oberliga). Dass die Sektkorken bereits vor dem nächsten Spiel des RSV gegen Gau-Odernheim knallen, liegt an der Niederlage des direkten Konkurrenten TSV Wackernheim am vergangenen Wochenende. Mit nun acht Minuspunkten haben die Wackernheimer keine Chance mehr, den Tabellenführer aus Klein-Winternheim noch einzuholen. Damit gelang den RSV-Spielern als Aufsteiger der direkte Durchmarsch in die nächsthöhere Spielklasse.
Mit 38:0 Punkten war das junge Team, in dem gleich fünf RSV-Eigengewächse spielen, die absolut dominante Mannschaft der Liga. Das spiegelt sich auch in den Einzelbilanzen wider: Friedrich Sauer (26:1 Einzelsiege) und Marco Gottwald (13:0) führen die Liste der besten Spieler an, Sebastian Strauß steht mit einer 26:2-Bilanz derzeit auf Rang zehn.
Neben Routinier Friedrich Sauer spielten David Schöne (17), Henrik Brusenbauch (17), Sebastian Strauß (24), Florian Oehme (19) und Matthias Becker (20) erfolgreich in der zweiten Mannschaft. Mit entscheidend für den Erfolg war jedoch auch der Einsatz der beiden Oberliga-Spieler David Weber (Vorrunde) und Marco Gottwald (Rückrunde), die sich nicht zu schade waren, so lange wie möglich ihren Teil im Team dazu beizutragen, dass am Ende die Meisterschaft gefeiert werden konnte.
Der RSV Klein-Winternheim gratuliert der zweiten Mannschaft ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg!

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Frühstückshunger im Bordbistro

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Wir haben nur wenig Zeit, weil ich gleich in Urlaub fahre: Einmal im Jahr Robinson Club auf Madeira, das muss einfach sein. Ich hatte ja vorgeschlagen, dass die Mannschaft den Text zusammen schreibt, bei einer dampfenden Tasse Tee, noch im Feriendomizil in Albersweiler. Erste Wortmeldung von Matthias: „Ist Z ein Buchstabe oder eine Zahl?“. Idee dann wieder verworfen. Zumal sich das vordere Paarkreuz nicht im Geringsten am Gedankenprozess beteiligte, sondern mit der Sackkarre eifrig Bierkästen ins Wohnzimmer fuhr. Ich verkroch mich ins Schlafzimmer und machte es mir mit einer Wärmflasche im Bett bequem. Irgendwann verändert sich der Lebensstil: Bei mir heißt es schon länger Magerquark und Dinkelbratlinge statt Likörpralinen und Sekterdbeeren. So ein Schluck- und Spuckspecht dagegen wie, ich sage mal: unser subäquatorialer Freund, der weiß ja noch nicht mal, dass nicht zwangsläufig jedes Korn zu Korn verarbeitet wird. Der 9:5-Sieg in Albersweiler jedenfalls wurde gefeiert wie zwei gegnerische Fehlaufschläge hintereinander: ekstatisch und oberkörperfrei.

Am nächsten Morgen karge Stimmung am Frühstückstisch. Glasige Blicke begegnetem meinem wachen Auge, das immer wieder über den Tisch wanderte, auf der Suche nach leeren Tellerchen, die ich, sobald ich eines sah, mit einem weiteren belegten Brötchen füllte. Ich schmierte um mein Leben. „Wursthunger!“, blökte Marco, wenn ich nicht hinterher kam. „Durst!“, brüllte Nicolas, wenn das Saftglas schon wieder leer war. Doch genug der einleitenden Worte. Wer zu lange ausholt, wird eingeholt: mindestens von der Vergangenheit. Deswegen jetzt mal zum Punkt kommen: In Kaiserslautern haben wir später 6:9 verloren.

Ich bin ja der Meinung, dass so viele Verrückte wie im Tischtennis sonst nur in Schießsportgruppen, im Vatikan und der CSU anzutreffen sind (Überschneidungsgefahr). Dieser fanatische Ehrgeiz, der starre Blick, das Rumgemurmele mit sich selbst, dann: ein markanter Schrei!, zack, Punkt gemacht, zum Handtuch. Glücklicherweise ist mir jedoch klar geworden, dass man hier mehr fürs Leben lernen kann als in der Schule und bei ICQ (da fällt mir ein: Irgendwie ist keiner mehr online. Hallo? Ich bin immer nachmittags da (auch wenn da Away steht;))).

Mündliche Prüfungen etwa werden mit unserem Vorwissen zum Spaziergang. Nach jeder richtigen Antwort ein sattes „Allez!“, die Prüferin fixieren, Faust machen, dann eine kleine Runde durch den Raum. Oder nach falschen Antworten eben „Macht nichts! Jetzt bist du dran! Dein Thema!“ oder wahlweise „Erbärmlich! Unfassbar!“, und schließlich, wenn gar nichts mehr geht, gegen den Tisch treten. Dazwischen dem Prüfer versichern, dass man es eigentlich viel besser könne und dieses Gespräch wirklich niemals verlieren dürfe! Einfach nur lächerlich, wie man sich hier präsentiere. Laut lachen. Am Ende den Handschlag verweigern. „Unsportlich!“ schreien.

Die Spielverläufe kann man hier und hier nachgucken. Die meisten von uns waren in fantastischer Verfassung. Trotz allem. Marco zum Beispiel: Hatte ich zur Winterpause noch prognostiziert, selbst die zweite Mannschaft werde wohl bloß dämpfende Durchgangsstation auf dem Weg ins absolute Tischtennisprekariat sein, muss ich jetzt revidieren: Es ist wie bei Udo Jürgens; man denkt, er sei tot, und dann gibt es nächstes Jahr die große Comebacktournee. Der hatte übrigens selbst mit zweiundvierzig noch mehr Esprit als mancher 18-jähriger

Von
David Weber

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Die RSV-Eisenbahn macht morbid

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In China feiern sie ja erst im Januar oder Februar das Neujahrsfest „Pinyin“. Ich erwähne an dieser Stelle gerne, dass diesem Umstand die Umstellung vom traditionellen Lunisolarkalender auf den gregorianischen zugrunde liegt, die sich 1911 vollzog – in dem Jahr also, in dem Chen Zhibin in einer kleinen Arbeiterkate in der Wassergasse, nur einen Schlägerwurf von der Haybachhalle entfernt, geboren wurde. Sein Vater, der ebenfalls Sven Säbel hieß, war Drechsler, ansonsten aber ein feiner Kerl.

In diesem Jahr, 2015, fiel das Pinyin auf den 19. Februar. Es ist das Jahr des Schnitzels oder Schafs, und jetzt hat es endlich begonnen. Man mag behaupten, die Verbindung sei an den Haaren herbeigezogen, wogegen ich einwende: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?, und daran festhalte: Es ist kein Zufall, dass an diesem Wochenende auch für den RSV Klein-Winternheim das neue Jahr erst so richtig begonnen hat. Mit zwei Siegen beim TVB Nassau (9:7) und beim VfR Simmern (9:6) haben wir uns nicht nur aus der Abstiegszone geschupft. „Wir sind jetzt sogar auf den Campingplätzen“, frohlockt Mannschaftssprecher Yves B.

In Nassau kamen wir besser als der Gegner mit der ungewohnten Situation zurecht: Der Weltverband hatte den TVB zu einem Geisterspiel verurteilt, wahrscheinlich wegen einer kleinen Unsportlichkeit aus Mannschaftskreisen. Zuschauer waren also nicht zugelassen. Unbeeindruckt: Familie Küssner. „Wir sind Allesfahrer und lassen uns doch nicht von so einem lächerlichen Verbot aufhalten“, lachten die Kuttenträger. „Ich habe gesagt, dass ich der Elektriker bin, und meine Frau, dass sie letztes Mal ihre Brille vergessen hätte und gerne noch mal kurz nachschauen würde“, berichtet Vater Küssner, „es ging fast zu einfach, unsere Pyrotechnik war auch kein Problem“. Auf der Tribüne habe man zwei ebenfalls eingeschleuste Nassauer schnell in den Griff bekommen. Ein kräftiges „Hurra, Hurra, Klein-Winternheim ist da“, und schon seien die Burschen vom Land ganz leise geworden, hätten stattdessen Flächenmaße verglichen (wieviel Ar sind ein Hektar? Und in Diemat ausgedrückt?).

Aufm Platz lief es ziemlich genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten: zwei Doppel am Anfang, drei vorne, einer in der Mitte, zwei hinten, und dann noch ein Doppel. David und ich (what? *feeling confused*) gaben 2:0´s her, aber nicht so schlimm. Matchwinner war Marco G., der zweimal gewann und mit dem besten Doppelspieler zwischen Ober- und Nieder-Olm, David S., auch das wichtige Doppel drei holte. Das Wort „Doppel“ ist eben oft gefallen. Doppel, Doppel, Doppel. Doppel.

Am Sonntag war´s schöner. Erstens war der Gegner sympathisch, zweitens war ein bisschen Atmosphäre, drittens Oliver und Yves statt Marco und David S. dabei, und diesen Tauschhandel würde ich auf allen Wochenmärkten dieser Welt eingehen und noch ein Kaninchenfell drauflegen. Diesmal gewannen wir das Doppel drei nicht, holten aber vorne vier Punkte und hinten drei. Matchwinner war meines Erachtens klarerweise ich, aber es verbietet sich natürlich, das selbst zu schreiben, und so wird mein Glanz mal wieder, mal wieder! unter den Tisch gekehrt. Vor mir selbst stehe ich allerdings so gut da wie nie zuvor.

Übrigens: Die Zuschauerzahl in Nassau wurde nachträglich auf fünfzehn Schaulustige erhöht. Denn: Auf dem Vorplatz der Halle hatte der lokale Rotaryclub einen Würstchenstand installiert. „Und die Herrschaften sind alle bei uns auf der Toilette gewesen“, berichteten die TVB-Offiziellen. „Die Faszination an unserem Sport ist ungebrochen“. In diesem Sinne: Frohes Neues.

Von
David Weber

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Immer das Gleiche mit der Deutschen RSV-Eisenbahn

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„Wir sind eure Hauptstadt, ihr Bauern“, sang Chen Zhibin – mal wieder einige topografische Schwächen offenbarend – und tanzte mit freiem Oberkörper vor der Bank der saarländischen Gäste aus Wehrden, mit einem kühlen Siegerbier in der einen und einer dicken Sportzigarette in der anderen Hand. Wir hatten zwei Doppel gewonnen, nach drei Spielen stand es 2:1, und alles sah nach einer Demontage des Tabellenführers aus. „Es riecht nach einer Sensation“, unkte Lokführer Marco G. und rümpfte die Nase: Der kleine David hatte wohl ein Bäuerchen gemacht. „Gaga“, gluckste der Pennäler, noch leicht zuckergeschockt von der rauschenden Geburtstagsparty am Tag zuvor, anlässlich seines elften Jahrestags (Helau!). Eine halbe Stunde später gluckste, hüpfte und sang niemand mehr; stattdessen viele lange Gesichter, vor allem bei Nicolas, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob er wirklich ein langes Gesicht hat, wo er ja recht groß, aber wohlproportioniert ist!? Auf jeden Fall: Schiesemiese. 2:9 gegen Wehrden, und am Tag danach ein 6:9 in Wirges, insgesamt: null Siege, null Punkte, null Freunde. Ich ziehe mein Like für diese Mannschaft zurück.

Wir hatten unsere eigentlichen Opfer David und Sebastian gegen Wehrden nicht ins dafür vorgesehene Doppel zwei gepackt, sondern mich und Marco, clever. Dann allerdings verlor Chen Zhibin, der im Hinspiel zweimal gewonnen hatte, zweimal, oder noch öfter, Nicolas war gegen Semenov dran, gegen Fischer leider ohne Chance, ich war im fünften Satz, umsonst, Marco nicht, trotzdem umsonst, Sebastian verlor gegen Mabey und David gegen Schwarz. „Groupfail!“, textete der verhinderte Bryan aus Peru. Er verpasste auch die geglückte Bewerbung der gegnerischen Nummer sechs für den Manfredas Udra-Gedächtnispreis, „Traktorensound ohne Traktor: Zum Brüllen!“, wie es in der Ausschreibung heißt. Ich hatte im Anschluss eine furchtbare Nacht, weil ich die ganze Zeit erwartete, dass der junge Mann jeden Moment aus meinem Kleiderschrank herausspringen würde, „Tschoallez!, Tscho!, Tscho!“ kreischend, und dann mit erhobener Faust ein paar Runden durch mein Zimmer drehen würde. Irgendwann schlief ich dann aber doch ein. Eingemummelt in meinen RSV-Schlafsack träumte ich, dass wir alle auf einem großen Schiff wären: Die Sonne schien, der Wind blies uns ins Gesicht, wir segelten durch die Wellen, Chen Zhibin sang Seemannslieder, Marco war ein Äffchen und kletterte in der Takelage herum, Nicolas guckte aus dem Ausguck, ich verschlang den neuen Twilight-Roman („Chen Zhibiss“), und am Steuerrad stand Claus, drehte sich hin und wieder um und rief fröhlich: „Alles klar, Kinder?“, und wir dann: „Aye Aye Captain!“.

Aber dann wachte ich um halb sieben auf und fand mich wenig später mit unseren Ein-Euro-Jobbern Yves und Oliver auf dem Weg in den Westerwald wieder. Ich wusste: Ich will wieder ins Opferdoppel, denn da gehöre ich hin, nicht auf die See. In Wirges angekommen, „das ist ja auch eine Kohlart“, schlaumeierte Nicolas, starteten wir ähnlich gut wie am vorigen Tag, 2:1 aus den Doppeln. Und dann das Gleiche im Anschluss: Nachdem wir die erste Einzelrunde hinter uns hatten (5:4), ließ Chen Zhibin ein Jägermeistertablett kreisen, und dann gab er gegen Müller, den Nicolas zuvor sensationös besiegt hatte – darauf einen Mexikaner –, noch ein 10:7 ab, genauso wie Marco in seinem ersten Einzel. Tschauimahaui, Auswärtssieg. Tschauimahaui, Regionalliga, bis dahin immer noch das Geheimziel der Thekentruppe vom Haybach.

„Zurzeit sind wir nicht mehr als ein Erste-Herrengedeck“, analysierte Mannschaftssprecher Yves gewohnt spitzzüngig fürs Lokalradio. Abteilungsvize Stevie Cool ließ ausrichten, dass, wenn ihm das jemand vorher gesagt hätte, er sehr wütend geworden wäre und seinen Mittagscrazycocktail gegen die Wand gepfeffert hätte, und zwar mit schallendem Gelächter. Marco wetterte, dass wir gerade nicht die junge Union seien, in der jeden für den anderen bete, sondern ein zusammengewürfelter Haufen, der nun in einer kniffligen Situation bestehen müsse. Und ich, ich ging wieder einmal traurig ins Bett, den alten Kleiderschrank wachsam im Auge, und träumte von peitschenden Wellen, rauem Wind und warmer Sonne. Ich träumte vom Meer.

Von
David Weber

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David Schöne neuer Herren-Rheinhessenmeister

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David Schöne hat am Wochenende die Rheinhessenmeisterschaften der Herren B/C gewonnen. Bei dem im Schweizer System ausgetragenen Wettbewerb erspielte er sich eine 7:1-Bilanz und ließ an Ende aufgrund des besseren Satzverhältnisses seinen punktgleichen Rivalen Ralf Ullmer vom TV Leiselheim knapp hinter sich. Matthias Becker wurde mit 4:4 Spielen 27ter.
Im Doppel belegten beide den dritten Platz.

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Weihnachtsquiz der RSV-Eisenbahn

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Die Hinrunde der Oberligasaison ist vorbei. Zeit, sich aufrichtig zu bedanken, bei allen, die uns auf begleitet haben, als Zuschauer, Betreuer, Trainer, Hools und Helfer bei unseren Heimspielen: Großer Sport!
In der Tabelle belegen wir zurzeit den fünften Platz. Im neuen Jahr soll es noch ein Stück nach oben gehen, sage ich jetzt einfach mal – wobei wir alle wissen, dass es mir persönlich eher bis ausschließlich darum geht, eine gute Einzelbilanz zu spielen. Der Rest juckt mich, seien wir ehrlich, nicht die Bohne. Ein Blick auf die Statistik verrät, dass ich bisher nach Chen Zhibin der beste Spieler der Mannschaft bin. Bryan hat zwar auch ein Spielverhältnis von +4, jedoch schon wesentlich öfter verloren, siebenmal, um genau zu sein, und das ist beschämend. Meine Ziele für 2015 sind der Sprung ins vordere Paarkreuz oder noch besser und der Vereinsmeistertitel ohne Satzverlust. Für dieses prestigeträchtige Turnier habe ich mir ein weiteres Schmankerl ausgedacht: In einem Showkampf werde ich gegen einen Spieler aus der zweiten Mannschaft mit verbundenen Augen antreten.
Aber, und das wird in unserer hochbeschleunigten Welt oft vergessen: Weihnachten, das ist nicht nur die Zeit, in der der Playmobil-Handel in Mainz-Gonsenheim aufblüht, sondern auch ein großes Fest der Charity. Auch für uns ein Anlass, um etwas zurückzugeben. Fast schon Tradition: das Weihnachtsquiz der RSV-Eisenbahn. Einfach die richtigen Antworten bis zum 27. Dezember per Mail an dm_weber@web.de schicken und abräumen! Der fleißigste Punktesammler erhält ein Traditionstrikot des RSV Klein-Winternheim (‚matchworn‘). Unter allen TeilnehmerInnen verlosen wir ferner eine frei wählbare Winterauswärtsfahrt mit der transsibirischen RSV-Eisenbahn, exklusive Betreuung inklusive. In diesem Sinne: Tschuff-Tschuff!

1) Beim RSV Klein-Winternheim

Fällt es _____________ leicht, Mensch zu sein

Denn zu gemein zu _____________ zu sein

wär´ doch ein Schuss ins eig´ne Bein. (1P)

2) Ist seit vielen Jahren in der Abteilung, hat David W. mal eine Badehose aus dem Urlaub mitgebracht und einst 2. Bundesliga gespielt. Wie heißt seine Frau? (3P)

3) 2004, als Yves sich zum ersten Mal für eine Deutsche Meisterschaft qualifizierte, kam es zu einer hässlichen Szene: Ein gegnerischer Spieler aus Bayern legte Protest gegen seine Niederlage ein, weil er die deutsche Staatsbürgerschaft von ‚Yves Besier‘ anzweifelte: „Zuhause redet der bestimmt kein Deutsch“. Stimmt das? (2P)

4) Wie auch immer, es ist nicht der einzige Mythos, der sich um den schlanken Indonesier rankt. Angeblich ist Yves früher in Mixed-Wettbewerben mit einem Mädchen namens Yvette angetreten. What? Das stimmt jetzt aber nicht auch noch, oder? (2P)

5) Ihr habt es gemerkt: ‚Legolas Brusentopf‘ ist kein Anagramm von ‚Nicolas Brusenbauch‘. Macht ja nichts: Notiere (maximal drei) Wörter mit mindestens sechs Buchstaben, die man aus ‚Nicolas Brusenbauch‘ bilden kann. (3P)

6) Wer ist eigentlich Captain Charisma? Hinweis: Meldete sich am Telefon zeitweise mit „Der Dunkle Lord, hallo?“ und prägte den Spruch „Leck‘ mich am Ork!“ (2P)

7) Stimmt es, dass „Jens Janz“ auf der Liste der Vorschläge zur deutschen Alliteration des Jahres 2007 stand? (2P)

8) Kleine Regelkunde: Du nimmst im fünften Satz (3:6) ein Time-Out und kehrst mit einem belegten Brötchen (Frischkäse, Marmelade, Salami) an den Tisch zurück. Wie reagiert ein guter Schiedsrichter? (2P)

a) Er beschlagnahmt das Sandwich. Ärgerlich: Du hattest vor, den Ball durch das Brötchen zu ersetzen. In Brotsportarten bist du unschlagbar.

b) Er verweist darauf, dass man Frischkäse, Marmelade und Salami gefälligst nicht zu kombinieren habe, das sei ja eklig, und bestraft das Vergehen mit der gelben Karte.

c) Er disqualifiziert dich. Wegen der giftigen Lösungsmittel ist Frischkäse seit 2008 verboten.

9) Berechne die Nullstelle(n). (5P)

f(x) = 8 – 2x/k + k²

10) Finde sechs ortografische Fehler. (3P)

 „Als ich gesten die Post öffnete, fand sich darinn auch ein Brief von Yves. Das Schriftbild war gewohnt schief, der Inhalt („Schupf-Schupf J. Yves“) retselhaf. Ich rief Yves an, doch er schlief noch. Da lief ich zu ihm herübber und klingelte. Doch nichts regte sich – Yves schien noch wirklich tief zu schlafen. Pech.“

11) Die Derbys zwischen dem R(S)V Klein-Winternheim und dem TTC Nieder-Olm waren einst  als ‚Risikospiele‘ gekennzeichnet und fanden unter erhöhter Polizeipräsenz statt. Deutlich wurde die Rivalität unter anderem im Begrüßungsspruch von Claus B.: „Macht Sie nieder!“ Und dann alle: „Olm!“. Als der Wechsel der Brüder _____________ zum Lokalrivalen publik wurde, soll Zeitzeugenberichten zufolge nur das beherzte Eingreifen von David W., der sich gegen einen wütenden Mob von etwa 200 Krawallos stellte, den Brand der Klein-Winternheimer Kirche verhindert haben. (2P)

12) Vervollständige den Steckbrief. (3P)

Name: C. Keim

Schlaghand: _____________

Beruf: _____________

Was ist ein Notar? _____________

Klingt cool. Kann ich das auch werden? _____________

Ich würde sogar sagen: Never ever. Also, frohe _____________, du _____________

 

Von

David Weber

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Vier Titel bei Rheinhessenmeisterschaften

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Mit vier Titeln im Gepäck sind die Schüler und Jugendlichen des RSV Klein-Winternheim von den Tischtennis-Rheinhessenmeisterschaften in Ingelheim zurückgekehrt.
Den größten Erfolg feierte der RSV-Nachwuchs bei den A-Schülern. Gleich alle drei Treppchenplätze wurden von Klein-Winternheimern belegt. Neuer Rheinhessenmeister wurde Bezirksliga-Spieler Leon Görg, der sich in einem hochdramatischen Finale hauchdünn mit 3:2 gegen Vereinskamerad Lenni Meier durchsetzen konnte. Görg konnte im Entscheidungssatz drei Matchbälle abwehren und am Ende einen hart umkämpften Sieg feiern. Dritter wurde Florian Schellenberg, der als B-Schüler in der höheren Altersklasse direkt überzeugen konnte. An der Seite von Carsten Wenz sorgte Flo im Doppel zudem für den vielleicht größten Überraschungscoup des Turniers. Nach phasenweise überragenden Auftritten sicherten sich die beiden den Rheinhessenmeister-Titel im Doppel. Für den 14-jährigen Carsten war das zugleich der erste Titel auf Verbandsebene, den die beiden entsprechend lautstark bejubelten.
Für Florian sollte dies jedoch nicht der einzige Erfolg des Turniers bleiben. Als einer der Favoriten bei den B-Schülern gestartet, setzte sich der 12-Jährige im Finale mit 3:1 gegen seinen Dauerrivalen Nico Brunsch (Sörgenloch) durch. Gemeinsam mit Mark Bauer erreichte Flo zudem den zweiten Platz im Doppel.
Ein weiterer Schellenberg ergatterte sich bei den C-Schülern einen Treppchenplatz. Flos jüngerer Bruder Johann (9) gewann nach einem guten Turnier die Bronzemedaille und war der einzige Spieler, der den späteren Sieger Paul Nickel (in der Vorrunde) bezwingen konnte. Im Doppel wurde Johann ebenfalls Dritter.
In der Jugendkonkurrenz konnte sich Verbandsliga-Spieler David Schöne im Doppel ebenfalls in den Titelreigen einreihen. Er siegte gemeinsam mit Marc Nickel vom TSV Wackernheim. Im Einzel schied David im Viertelfinale gegen Niklas Hahn (Gau-Odernheim) aus.
Julia Meng erreichte mit ihrer Partnerin Marlen Schott den dritten Platz bei den A-Schülerinnen.
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