Frühstückshunger im Bordbistro

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Wir haben nur wenig Zeit, weil ich gleich in Urlaub fahre: Einmal im Jahr Robinson Club auf Madeira, das muss einfach sein. Ich hatte ja vorgeschlagen, dass die Mannschaft den Text zusammen schreibt, bei einer dampfenden Tasse Tee, noch im Feriendomizil in Albersweiler. Erste Wortmeldung von Matthias: „Ist Z ein Buchstabe oder eine Zahl?“. Idee dann wieder verworfen. Zumal sich das vordere Paarkreuz nicht im Geringsten am Gedankenprozess beteiligte, sondern mit der Sackkarre eifrig Bierkästen ins Wohnzimmer fuhr. Ich verkroch mich ins Schlafzimmer und machte es mir mit einer Wärmflasche im Bett bequem. Irgendwann verändert sich der Lebensstil: Bei mir heißt es schon länger Magerquark und Dinkelbratlinge statt Likörpralinen und Sekterdbeeren. So ein Schluck- und Spuckspecht dagegen wie, ich sage mal: unser subäquatorialer Freund, der weiß ja noch nicht mal, dass nicht zwangsläufig jedes Korn zu Korn verarbeitet wird. Der 9:5-Sieg in Albersweiler jedenfalls wurde gefeiert wie zwei gegnerische Fehlaufschläge hintereinander: ekstatisch und oberkörperfrei.

Am nächsten Morgen karge Stimmung am Frühstückstisch. Glasige Blicke begegnetem meinem wachen Auge, das immer wieder über den Tisch wanderte, auf der Suche nach leeren Tellerchen, die ich, sobald ich eines sah, mit einem weiteren belegten Brötchen füllte. Ich schmierte um mein Leben. „Wursthunger!“, blökte Marco, wenn ich nicht hinterher kam. „Durst!“, brüllte Nicolas, wenn das Saftglas schon wieder leer war. Doch genug der einleitenden Worte. Wer zu lange ausholt, wird eingeholt: mindestens von der Vergangenheit. Deswegen jetzt mal zum Punkt kommen: In Kaiserslautern haben wir später 6:9 verloren.

Ich bin ja der Meinung, dass so viele Verrückte wie im Tischtennis sonst nur in Schießsportgruppen, im Vatikan und der CSU anzutreffen sind (Überschneidungsgefahr). Dieser fanatische Ehrgeiz, der starre Blick, das Rumgemurmele mit sich selbst, dann: ein markanter Schrei!, zack, Punkt gemacht, zum Handtuch. Glücklicherweise ist mir jedoch klar geworden, dass man hier mehr fürs Leben lernen kann als in der Schule und bei ICQ (da fällt mir ein: Irgendwie ist keiner mehr online. Hallo? Ich bin immer nachmittags da (auch wenn da Away steht;))).

Mündliche Prüfungen etwa werden mit unserem Vorwissen zum Spaziergang. Nach jeder richtigen Antwort ein sattes „Allez!“, die Prüferin fixieren, Faust machen, dann eine kleine Runde durch den Raum. Oder nach falschen Antworten eben „Macht nichts! Jetzt bist du dran! Dein Thema!“ oder wahlweise „Erbärmlich! Unfassbar!“, und schließlich, wenn gar nichts mehr geht, gegen den Tisch treten. Dazwischen dem Prüfer versichern, dass man es eigentlich viel besser könne und dieses Gespräch wirklich niemals verlieren dürfe! Einfach nur lächerlich, wie man sich hier präsentiere. Laut lachen. Am Ende den Handschlag verweigern. „Unsportlich!“ schreien.

Die Spielverläufe kann man hier und hier nachgucken. Die meisten von uns waren in fantastischer Verfassung. Trotz allem. Marco zum Beispiel: Hatte ich zur Winterpause noch prognostiziert, selbst die zweite Mannschaft werde wohl bloß dämpfende Durchgangsstation auf dem Weg ins absolute Tischtennisprekariat sein, muss ich jetzt revidieren: Es ist wie bei Udo Jürgens; man denkt, er sei tot, und dann gibt es nächstes Jahr die große Comebacktournee. Der hatte übrigens selbst mit zweiundvierzig noch mehr Esprit als mancher 18-jähriger

Von
David Weber

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Die RSV-Eisenbahn macht morbid

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In China feiern sie ja erst im Januar oder Februar das Neujahrsfest „Pinyin“. Ich erwähne an dieser Stelle gerne, dass diesem Umstand die Umstellung vom traditionellen Lunisolarkalender auf den gregorianischen zugrunde liegt, die sich 1911 vollzog – in dem Jahr also, in dem Chen Zhibin in einer kleinen Arbeiterkate in der Wassergasse, nur einen Schlägerwurf von der Haybachhalle entfernt, geboren wurde. Sein Vater, der ebenfalls Sven Säbel hieß, war Drechsler, ansonsten aber ein feiner Kerl.

In diesem Jahr, 2015, fiel das Pinyin auf den 19. Februar. Es ist das Jahr des Schnitzels oder Schafs, und jetzt hat es endlich begonnen. Man mag behaupten, die Verbindung sei an den Haaren herbeigezogen, wogegen ich einwende: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?, und daran festhalte: Es ist kein Zufall, dass an diesem Wochenende auch für den RSV Klein-Winternheim das neue Jahr erst so richtig begonnen hat. Mit zwei Siegen beim TVB Nassau (9:7) und beim VfR Simmern (9:6) haben wir uns nicht nur aus der Abstiegszone geschupft. „Wir sind jetzt sogar auf den Campingplätzen“, frohlockt Mannschaftssprecher Yves B.

In Nassau kamen wir besser als der Gegner mit der ungewohnten Situation zurecht: Der Weltverband hatte den TVB zu einem Geisterspiel verurteilt, wahrscheinlich wegen einer kleinen Unsportlichkeit aus Mannschaftskreisen. Zuschauer waren also nicht zugelassen. Unbeeindruckt: Familie Küssner. „Wir sind Allesfahrer und lassen uns doch nicht von so einem lächerlichen Verbot aufhalten“, lachten die Kuttenträger. „Ich habe gesagt, dass ich der Elektriker bin, und meine Frau, dass sie letztes Mal ihre Brille vergessen hätte und gerne noch mal kurz nachschauen würde“, berichtet Vater Küssner, „es ging fast zu einfach, unsere Pyrotechnik war auch kein Problem“. Auf der Tribüne habe man zwei ebenfalls eingeschleuste Nassauer schnell in den Griff bekommen. Ein kräftiges „Hurra, Hurra, Klein-Winternheim ist da“, und schon seien die Burschen vom Land ganz leise geworden, hätten stattdessen Flächenmaße verglichen (wieviel Ar sind ein Hektar? Und in Diemat ausgedrückt?).

Aufm Platz lief es ziemlich genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten: zwei Doppel am Anfang, drei vorne, einer in der Mitte, zwei hinten, und dann noch ein Doppel. David und ich (what? *feeling confused*) gaben 2:0´s her, aber nicht so schlimm. Matchwinner war Marco G., der zweimal gewann und mit dem besten Doppelspieler zwischen Ober- und Nieder-Olm, David S., auch das wichtige Doppel drei holte. Das Wort „Doppel“ ist eben oft gefallen. Doppel, Doppel, Doppel. Doppel.

Am Sonntag war´s schöner. Erstens war der Gegner sympathisch, zweitens war ein bisschen Atmosphäre, drittens Oliver und Yves statt Marco und David S. dabei, und diesen Tauschhandel würde ich auf allen Wochenmärkten dieser Welt eingehen und noch ein Kaninchenfell drauflegen. Diesmal gewannen wir das Doppel drei nicht, holten aber vorne vier Punkte und hinten drei. Matchwinner war meines Erachtens klarerweise ich, aber es verbietet sich natürlich, das selbst zu schreiben, und so wird mein Glanz mal wieder, mal wieder! unter den Tisch gekehrt. Vor mir selbst stehe ich allerdings so gut da wie nie zuvor.

Übrigens: Die Zuschauerzahl in Nassau wurde nachträglich auf fünfzehn Schaulustige erhöht. Denn: Auf dem Vorplatz der Halle hatte der lokale Rotaryclub einen Würstchenstand installiert. „Und die Herrschaften sind alle bei uns auf der Toilette gewesen“, berichteten die TVB-Offiziellen. „Die Faszination an unserem Sport ist ungebrochen“. In diesem Sinne: Frohes Neues.

Von
David Weber

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Immer das Gleiche mit der Deutschen RSV-Eisenbahn

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„Wir sind eure Hauptstadt, ihr Bauern“, sang Chen Zhibin – mal wieder einige topografische Schwächen offenbarend – und tanzte mit freiem Oberkörper vor der Bank der saarländischen Gäste aus Wehrden, mit einem kühlen Siegerbier in der einen und einer dicken Sportzigarette in der anderen Hand. Wir hatten zwei Doppel gewonnen, nach drei Spielen stand es 2:1, und alles sah nach einer Demontage des Tabellenführers aus. „Es riecht nach einer Sensation“, unkte Lokführer Marco G. und rümpfte die Nase: Der kleine David hatte wohl ein Bäuerchen gemacht. „Gaga“, gluckste der Pennäler, noch leicht zuckergeschockt von der rauschenden Geburtstagsparty am Tag zuvor, anlässlich seines elften Jahrestags (Helau!). Eine halbe Stunde später gluckste, hüpfte und sang niemand mehr; stattdessen viele lange Gesichter, vor allem bei Nicolas, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob er wirklich ein langes Gesicht hat, wo er ja recht groß, aber wohlproportioniert ist!? Auf jeden Fall: Schiesemiese. 2:9 gegen Wehrden, und am Tag danach ein 6:9 in Wirges, insgesamt: null Siege, null Punkte, null Freunde. Ich ziehe mein Like für diese Mannschaft zurück.

Wir hatten unsere eigentlichen Opfer David und Sebastian gegen Wehrden nicht ins dafür vorgesehene Doppel zwei gepackt, sondern mich und Marco, clever. Dann allerdings verlor Chen Zhibin, der im Hinspiel zweimal gewonnen hatte, zweimal, oder noch öfter, Nicolas war gegen Semenov dran, gegen Fischer leider ohne Chance, ich war im fünften Satz, umsonst, Marco nicht, trotzdem umsonst, Sebastian verlor gegen Mabey und David gegen Schwarz. „Groupfail!“, textete der verhinderte Bryan aus Peru. Er verpasste auch die geglückte Bewerbung der gegnerischen Nummer sechs für den Manfredas Udra-Gedächtnispreis, „Traktorensound ohne Traktor: Zum Brüllen!“, wie es in der Ausschreibung heißt. Ich hatte im Anschluss eine furchtbare Nacht, weil ich die ganze Zeit erwartete, dass der junge Mann jeden Moment aus meinem Kleiderschrank herausspringen würde, „Tschoallez!, Tscho!, Tscho!“ kreischend, und dann mit erhobener Faust ein paar Runden durch mein Zimmer drehen würde. Irgendwann schlief ich dann aber doch ein. Eingemummelt in meinen RSV-Schlafsack träumte ich, dass wir alle auf einem großen Schiff wären: Die Sonne schien, der Wind blies uns ins Gesicht, wir segelten durch die Wellen, Chen Zhibin sang Seemannslieder, Marco war ein Äffchen und kletterte in der Takelage herum, Nicolas guckte aus dem Ausguck, ich verschlang den neuen Twilight-Roman („Chen Zhibiss“), und am Steuerrad stand Claus, drehte sich hin und wieder um und rief fröhlich: „Alles klar, Kinder?“, und wir dann: „Aye Aye Captain!“.

Aber dann wachte ich um halb sieben auf und fand mich wenig später mit unseren Ein-Euro-Jobbern Yves und Oliver auf dem Weg in den Westerwald wieder. Ich wusste: Ich will wieder ins Opferdoppel, denn da gehöre ich hin, nicht auf die See. In Wirges angekommen, „das ist ja auch eine Kohlart“, schlaumeierte Nicolas, starteten wir ähnlich gut wie am vorigen Tag, 2:1 aus den Doppeln. Und dann das Gleiche im Anschluss: Nachdem wir die erste Einzelrunde hinter uns hatten (5:4), ließ Chen Zhibin ein Jägermeistertablett kreisen, und dann gab er gegen Müller, den Nicolas zuvor sensationös besiegt hatte – darauf einen Mexikaner –, noch ein 10:7 ab, genauso wie Marco in seinem ersten Einzel. Tschauimahaui, Auswärtssieg. Tschauimahaui, Regionalliga, bis dahin immer noch das Geheimziel der Thekentruppe vom Haybach.

„Zurzeit sind wir nicht mehr als ein Erste-Herrengedeck“, analysierte Mannschaftssprecher Yves gewohnt spitzzüngig fürs Lokalradio. Abteilungsvize Stevie Cool ließ ausrichten, dass, wenn ihm das jemand vorher gesagt hätte, er sehr wütend geworden wäre und seinen Mittagscrazycocktail gegen die Wand gepfeffert hätte, und zwar mit schallendem Gelächter. Marco wetterte, dass wir gerade nicht die junge Union seien, in der jeden für den anderen bete, sondern ein zusammengewürfelter Haufen, der nun in einer kniffligen Situation bestehen müsse. Und ich, ich ging wieder einmal traurig ins Bett, den alten Kleiderschrank wachsam im Auge, und träumte von peitschenden Wellen, rauem Wind und warmer Sonne. Ich träumte vom Meer.

Von
David Weber

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David Schöne neuer Herren-Rheinhessenmeister

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David Schöne hat am Wochenende die Rheinhessenmeisterschaften der Herren B/C gewonnen. Bei dem im Schweizer System ausgetragenen Wettbewerb erspielte er sich eine 7:1-Bilanz und ließ an Ende aufgrund des besseren Satzverhältnisses seinen punktgleichen Rivalen Ralf Ullmer vom TV Leiselheim knapp hinter sich. Matthias Becker wurde mit 4:4 Spielen 27ter.
Im Doppel belegten beide den dritten Platz.

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Weihnachtsquiz der RSV-Eisenbahn

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Die Hinrunde der Oberligasaison ist vorbei. Zeit, sich aufrichtig zu bedanken, bei allen, die uns auf begleitet haben, als Zuschauer, Betreuer, Trainer, Hools und Helfer bei unseren Heimspielen: Großer Sport!
In der Tabelle belegen wir zurzeit den fünften Platz. Im neuen Jahr soll es noch ein Stück nach oben gehen, sage ich jetzt einfach mal – wobei wir alle wissen, dass es mir persönlich eher bis ausschließlich darum geht, eine gute Einzelbilanz zu spielen. Der Rest juckt mich, seien wir ehrlich, nicht die Bohne. Ein Blick auf die Statistik verrät, dass ich bisher nach Chen Zhibin der beste Spieler der Mannschaft bin. Bryan hat zwar auch ein Spielverhältnis von +4, jedoch schon wesentlich öfter verloren, siebenmal, um genau zu sein, und das ist beschämend. Meine Ziele für 2015 sind der Sprung ins vordere Paarkreuz oder noch besser und der Vereinsmeistertitel ohne Satzverlust. Für dieses prestigeträchtige Turnier habe ich mir ein weiteres Schmankerl ausgedacht: In einem Showkampf werde ich gegen einen Spieler aus der zweiten Mannschaft mit verbundenen Augen antreten.
Aber, und das wird in unserer hochbeschleunigten Welt oft vergessen: Weihnachten, das ist nicht nur die Zeit, in der der Playmobil-Handel in Mainz-Gonsenheim aufblüht, sondern auch ein großes Fest der Charity. Auch für uns ein Anlass, um etwas zurückzugeben. Fast schon Tradition: das Weihnachtsquiz der RSV-Eisenbahn. Einfach die richtigen Antworten bis zum 27. Dezember per Mail an dm_weber@web.de schicken und abräumen! Der fleißigste Punktesammler erhält ein Traditionstrikot des RSV Klein-Winternheim (‚matchworn‘). Unter allen TeilnehmerInnen verlosen wir ferner eine frei wählbare Winterauswärtsfahrt mit der transsibirischen RSV-Eisenbahn, exklusive Betreuung inklusive. In diesem Sinne: Tschuff-Tschuff!

1) Beim RSV Klein-Winternheim

Fällt es _____________ leicht, Mensch zu sein

Denn zu gemein zu _____________ zu sein

wär´ doch ein Schuss ins eig´ne Bein. (1P)

2) Ist seit vielen Jahren in der Abteilung, hat David W. mal eine Badehose aus dem Urlaub mitgebracht und einst 2. Bundesliga gespielt. Wie heißt seine Frau? (3P)

3) 2004, als Yves sich zum ersten Mal für eine Deutsche Meisterschaft qualifizierte, kam es zu einer hässlichen Szene: Ein gegnerischer Spieler aus Bayern legte Protest gegen seine Niederlage ein, weil er die deutsche Staatsbürgerschaft von ‚Yves Besier‘ anzweifelte: „Zuhause redet der bestimmt kein Deutsch“. Stimmt das? (2P)

4) Wie auch immer, es ist nicht der einzige Mythos, der sich um den schlanken Indonesier rankt. Angeblich ist Yves früher in Mixed-Wettbewerben mit einem Mädchen namens Yvette angetreten. What? Das stimmt jetzt aber nicht auch noch, oder? (2P)

5) Ihr habt es gemerkt: ‚Legolas Brusentopf‘ ist kein Anagramm von ‚Nicolas Brusenbauch‘. Macht ja nichts: Notiere (maximal drei) Wörter mit mindestens sechs Buchstaben, die man aus ‚Nicolas Brusenbauch‘ bilden kann. (3P)

6) Wer ist eigentlich Captain Charisma? Hinweis: Meldete sich am Telefon zeitweise mit „Der Dunkle Lord, hallo?“ und prägte den Spruch „Leck‘ mich am Ork!“ (2P)

7) Stimmt es, dass „Jens Janz“ auf der Liste der Vorschläge zur deutschen Alliteration des Jahres 2007 stand? (2P)

8) Kleine Regelkunde: Du nimmst im fünften Satz (3:6) ein Time-Out und kehrst mit einem belegten Brötchen (Frischkäse, Marmelade, Salami) an den Tisch zurück. Wie reagiert ein guter Schiedsrichter? (2P)

a) Er beschlagnahmt das Sandwich. Ärgerlich: Du hattest vor, den Ball durch das Brötchen zu ersetzen. In Brotsportarten bist du unschlagbar.

b) Er verweist darauf, dass man Frischkäse, Marmelade und Salami gefälligst nicht zu kombinieren habe, das sei ja eklig, und bestraft das Vergehen mit der gelben Karte.

c) Er disqualifiziert dich. Wegen der giftigen Lösungsmittel ist Frischkäse seit 2008 verboten.

9) Berechne die Nullstelle(n). (5P)

f(x) = 8 – 2x/k + k²

10) Finde sechs ortografische Fehler. (3P)

 „Als ich gesten die Post öffnete, fand sich darinn auch ein Brief von Yves. Das Schriftbild war gewohnt schief, der Inhalt („Schupf-Schupf J. Yves“) retselhaf. Ich rief Yves an, doch er schlief noch. Da lief ich zu ihm herübber und klingelte. Doch nichts regte sich – Yves schien noch wirklich tief zu schlafen. Pech.“

11) Die Derbys zwischen dem R(S)V Klein-Winternheim und dem TTC Nieder-Olm waren einst  als ‚Risikospiele‘ gekennzeichnet und fanden unter erhöhter Polizeipräsenz statt. Deutlich wurde die Rivalität unter anderem im Begrüßungsspruch von Claus B.: „Macht Sie nieder!“ Und dann alle: „Olm!“. Als der Wechsel der Brüder _____________ zum Lokalrivalen publik wurde, soll Zeitzeugenberichten zufolge nur das beherzte Eingreifen von David W., der sich gegen einen wütenden Mob von etwa 200 Krawallos stellte, den Brand der Klein-Winternheimer Kirche verhindert haben. (2P)

12) Vervollständige den Steckbrief. (3P)

Name: C. Keim

Schlaghand: _____________

Beruf: _____________

Was ist ein Notar? _____________

Klingt cool. Kann ich das auch werden? _____________

Ich würde sogar sagen: Never ever. Also, frohe _____________, du _____________

 

Von

David Weber

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Vier Titel bei Rheinhessenmeisterschaften

  • Beitrags-Autor:
 
Mit vier Titeln im Gepäck sind die Schüler und Jugendlichen des RSV Klein-Winternheim von den Tischtennis-Rheinhessenmeisterschaften in Ingelheim zurückgekehrt.
Den größten Erfolg feierte der RSV-Nachwuchs bei den A-Schülern. Gleich alle drei Treppchenplätze wurden von Klein-Winternheimern belegt. Neuer Rheinhessenmeister wurde Bezirksliga-Spieler Leon Görg, der sich in einem hochdramatischen Finale hauchdünn mit 3:2 gegen Vereinskamerad Lenni Meier durchsetzen konnte. Görg konnte im Entscheidungssatz drei Matchbälle abwehren und am Ende einen hart umkämpften Sieg feiern. Dritter wurde Florian Schellenberg, der als B-Schüler in der höheren Altersklasse direkt überzeugen konnte. An der Seite von Carsten Wenz sorgte Flo im Doppel zudem für den vielleicht größten Überraschungscoup des Turniers. Nach phasenweise überragenden Auftritten sicherten sich die beiden den Rheinhessenmeister-Titel im Doppel. Für den 14-jährigen Carsten war das zugleich der erste Titel auf Verbandsebene, den die beiden entsprechend lautstark bejubelten.
Für Florian sollte dies jedoch nicht der einzige Erfolg des Turniers bleiben. Als einer der Favoriten bei den B-Schülern gestartet, setzte sich der 12-Jährige im Finale mit 3:1 gegen seinen Dauerrivalen Nico Brunsch (Sörgenloch) durch. Gemeinsam mit Mark Bauer erreichte Flo zudem den zweiten Platz im Doppel.
Ein weiterer Schellenberg ergatterte sich bei den C-Schülern einen Treppchenplatz. Flos jüngerer Bruder Johann (9) gewann nach einem guten Turnier die Bronzemedaille und war der einzige Spieler, der den späteren Sieger Paul Nickel (in der Vorrunde) bezwingen konnte. Im Doppel wurde Johann ebenfalls Dritter.
In der Jugendkonkurrenz konnte sich Verbandsliga-Spieler David Schöne im Doppel ebenfalls in den Titelreigen einreihen. Er siegte gemeinsam mit Marc Nickel vom TSV Wackernheim. Im Einzel schied David im Viertelfinale gegen Niklas Hahn (Gau-Odernheim) aus.
Julia Meng erreichte mit ihrer Partnerin Marlen Schott den dritten Platz bei den A-Schülerinnen.
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Ratter-ratter: Familienausflug mit RSV-Eisenbahn

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Sonntagmorgen, das ist für Yves und mich die Zeit in der Woche, in der wir es uns gut gehen lassen. Wir bleiben dann noch ein Weilchen länger im Bett, schlafen mal so richtig aus, blättern verschwenderisch in der Zeitung, besinnen uns, dass wir leben. Aber Sie wissen, wie das ist, wenn man Kinder hat: Das Bedürfnis nach Entspannung und Zärtlichkeit bleibt oft ein unfrommer Wunsch. Und körperlich geht es auch bergab: Einst perfekte Drei-Sterne-Bälle, kommen mir Yves´ Brüste heute wie schlaffe Murmeln von Schildkröt vor.

Ich erwachte um halb Neun. „Einen Ausflug machen, einen Ausflug machen!“, plärrte mir Nicolas ins Ohr und zog entschieden an der Bettdecke. Dieser Lump! Immerhin: Er brachte mir ein Rosinenbrötchen ans Bett. „Was ist mit deinen Geschwistern?“, brummte ich, „sind die auch schon wach?“. „Sie warten schon im Auto“, antwortete Nicolas. „David streitet sich mit Marco, wer vorne sitzen darf“. „Kinder!“, stöhnte ich und rollte mit den Augen. Vorsichtig robbte ich an Yves heran, der immer noch keine Anstalten machte, aufzustehen. „Willst du nicht mit?“, fragte ich sanft. „Nein, mir geht es nicht so gut“. „Was meinst du, sollen wir trotzdem fahren?“. „Fahrt ruhig“, sagte Yves. „Ihr könnt ja noch Onkel Oliver mitnehmen“. Nicolas schrie vor Begeisterung auf: „Au ja“ rief er, stürmte aus dem Zimmer und teilte die Neuigkeiten direkt seinem Bruder Bryan mit. Bryan ist unser Ältester, wobei ich irgendwie den Verdacht habe, dass Yves mir da ein Kuckucksei ins Nest gelegt hat. Ja, er sieht mir schon ähnlich, aber er hat noch buschigeres Haar als ich. Werde beizeiten mal ein ernstes Wörtchen mit meinem „Doppelpartner“ reden.

Dann ging es los. Blendende Stimmung während der Fahrt. „Wo simmern?“, scherzte Bryan pausenlos. Auf der Rückbank krakeelten Nicolas und der kleine David. „Nicolas kneift mich!“ – „David hat aber angefangen“ – „Stimmt gar nicht“ – „Wohl“. So ging das in einer Tour, bis Bryan „Time Out!“, brüllte und beide in den Schwitzkasten nahm. Marco indes hatte nur Augen für seinen neuen Walkman oder was das ist, „I-Touch“. Er ist gerade in einem ganz schwierigen Alter. Sowieso: Marco, was ist das überhaupt für ein Name, und Nicolas erst. Hat Yves alle ausgesucht. Ich war für „Sriver FX“, „Tschoallez“, „Schupf“ und „Chen Zhibin“, aber er muss ja immer das letzte Wort haben!

Wir fuhren durch die frühwinterliche Kälte. Ich hatte mir ein kleines Nikolausgeschenk für die Jungs überlegt, bei Freunden in Mendig angerufen und ein Tischtennisspiel organisiert. Seit ich zum letzten Weihnachtsfest für die ganze Rasselbande Schläger bei Karstadt gekauft habe, haben sie nichts anderes mehr im Kopf. Wir kamen in Mendig an, und dann ging es auch schon los, Doppel zuerst. „Ich möchte mit Onkel Oliver spielen!“, brüllten alle fast zeitgleich. „Kinder!“, stöhnte ich und rollte mit den Augen. Glücklicherweise löste Oliver selbst die Situation, indem er sagte, dass er nur mit dem kleinen David spielen würde, die anderen Kinder möge er nicht besonders. Bryan ging mit Marco an den Tisch, „unser erstes Doppel“, sagte ich dem Schiedsrichter stolz, Nicolas durfte sich an der Seite seines Vaters behaupten. Wir verloren allerdings fast allesamt, Bryan und Marco klar, sie spielen noch nicht so gut, Nicolas und ich ganz knapp. Onkel Oliver und der kleine David halfen uns aus der Patsche, sie gewannen. Claus schickte eine Glückwunsch-SMS: „Wow. Claus“.

In den Einzeln durfte Bryan als erster ran. Er gewann. Nicolas verlor dann leider gegen Guohui Wan. Onkel Oliver gewann, dann auch Marco (wichtig für den Jungen). Ich gewann auch, wuhu. Der kleine David leider nicht. 5:4 nach dem ersten Durchgang. Claus schickte eine Glückwunsch-SMS: „Wow. Claus“. Dann durften fast alle nochmal, außer dem kleinen David. „Es reicht für heute“, erklärte ich ihm ernst, denn er hatte verloren und Schande über die Familie gebracht. Am Ende hatten wir neun Punkte und die anderen nur fünf (?). Nur Onkel Oliver verlor, diese Pfeife. Er versaut auch bei unseren Familienfesten immer die Stimmung. Bryan hingegen war ganz toll, er gewann gegen Guohui Wan. Claus ließ sich zu einer euphorischen Glückwunsch-SMS hinreißen: „Wow. Claus“.

Dann fuhren wir wieder nach Hause. Dort fielen alle Yves um den Hals. War ja klar: Man macht mit den Sprösslingen die schönsten Ausflüge, und letztlich interessieren sie sich doch nur für ihre Mutter. Kinder.

 

Von
David Weber

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Kreismeisterschaften: RSV sahnt fast alles ab!

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Auf beeindruckende Weise hat der Nachwuchs des RSV Klein-Winternheim bei den Tischtennis-Kreismeisterschaften der Schüler und Jugend dominiert. In der Bodenheimer Sporthalle am Guckenberg gewannen die Klein-Winternheimer nahezu jeden Titel, den es in den verschiedenen Altersklassen zu holen gab.

In der weiblichen Konkurrenz war dabei Julia Meng das Maß aller Dinge. Sie gewann nicht nur bei den A-Schülerinnen, sondern holte sich auch den Kreismeistertitel der Mädchen (Jugend). An der Seite von Kim Lütkemeier wurde das Nachwuchstalent außerdem Dritte im A-Schülerinnen-Doppel.

In den männlichen Wettbewerben gingen alle (!) Kreismeistertitel nach Klein-Winternheim. Herausragend waren dabei wieder einmal die Schellenberg-Brüder Florian und Johann. Während Flo souverän die B-Schüler-Konkurrenz gewann, mit Mark Bauer auch Doppelkreismeister wurde und eine Altersklasse höher bei den A-Schülern einen starken dritten Platz erreichte und im Doppel mit Carsten Wenz Vizemeister wurde, heimste sein kleiner Bruder Johann bei den C-Schülern den Titel ein und siegte im Doppel an der Seite von Mainz-05-Spieler Finn Straub.

Bezirksliga-Spieler Leon Görg setzte sich indes bei den A-Schülern vor Vereinskamerad Lenni Meier durch. Im Finale noch Konkurrenten, gewannen die beiden dann im Doppel zusammen den Titel.

Verbandsliga-Akteur David Schöne hatte schließlich bei der Jugend die Nase vorn. Der 17-Jährige ließ 05-Spieler Marcel Prasse hinter sich, Dritter wurde Leon Görg. Auch in dieser Konkurrenz gab es im Doppel ein Klein-Winternheimer Finale: Dabei setzten sich David Schöne und Simon Preußer vor Leon Görg und Lenni Meier durch.

Diese beispiellose Dominanz des RSV ist ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Jugendarbeit im Verein und damit auch ein größer Erfolg für das Trainerteam bestehend aus Lydia Meier, Yves Besier, Sebastian Strauß, Nicolas Brusenbauch und David Schöne.

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Eisenbahnlektüre zwischen den Jahren

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Seitdem Chen Zhibin und ich uns 2006 auf der Brieffreundebörse „penpals.de“ kennengelernt haben, schreiben wir uns regelmäßig: was in unseren Leben passiert, warum, und was wir darüber denken. Manchmal schicken wir uns auch einfach Witze, die wir aufgeschnappt haben, oder Kochrezepte (gelingt immer: Hühnchen und Zwibinkuchen). Auch wenn wir uns schon seit Jahren kennen: Wir stellen immer wieder neue gemeinsame „Wows!“ fest.

Yow yow Chen Zhibin!

Endlich komm ich mal wieder dazu dir ausführlich zu schreiben. Danke nochmal für deinen letzten Brief. Ey bitte schreib mir doch mal wo du immer dieses sau geile Papier herbekommst!! Bastelladen oder Nanunana oder was??? Dieses Gesicht da drauf von Homer Simpson ist so geil wie der sagt: „Doubt!“ *g*. Ah und weißt du ob die da auch diese T-Shirts haben mit so Sprüchen „Tischtennis checkt nicht jeder sonst würde es Fußball heißen“, haha so geil so isses halt echt xD. Hatte übrigens auch voll den Lachkrampf wegen was du geschrieben hast „Oli Küssner knutscht bestimmt gut“ xDxDxD.

Ich hatte dir ja versprochen vom Spiel am Wochenende zu erzählen. Wir haben leider verloren – 🙁 – gegen Weitefeld-Langenbach, 6:9. Megakomischer Name oder? Rom oder London oder Genf (weißte noch in heusweiler, ich so: was reimt sich auf Genf, und du springst auf und schreist so: SENF!!!!! und bryan liegt unterm Tisch und kann nicht mehr xDxD), das sind irgendwie geile Namen, da kann man hinfahrn und auf fb posten: „Bin grad in Rom, geil hier, ganz andere Mentalität etc.“. Wohingegen (check mal dieses Wort haha) „Bin grad in Weitefeld-Langenbach, geil hier, ganz andere Mentalität etc.“, nicht so leicht von den Lippen/ Leber (?) geht find ich, du nicht? Bei Klein-Winternheim wiederum geht es voll klar find ich, klingt irgendwie nach saisonaler Mode und Victorias & Nicolas´ Secret.

Haben dich auf jeden Fall sehr vermisst aber du hast schon Recht: USA ist auch geil (was willst du damit sagen was du mir noch gesimst hast: „Yolo!!“ und „Vegaaaaaaaaaaaaaaas“??????  auf jeden Fall: shigger!!!). Nicolas hat dich im vorderen Paarkreuz gut vertreten, hat eins geholt, Bryan auch. Ich schick dir mal den Link mit den Ergebnissen: da. Henrik, das ist der Bruder von Nicolas (oder Onkel oder so? Kp heißt auf jeden Fall auch Brusenbauch), hat eins hinten gewonnen, Tier. Mitte haben wir leider alle verloren, Marco zwei, Yves zwei, aber geschenkt: Da waren die auch echt bärig (haha das Wort hab ich von dir). Ich hab zweimal gewonnen *getting red* ;), dann noch ein Doppel von Bryan und Marco, Doppel drei hat Matthias (who? exakt das dacht ich auch ;)) aus der zweiten? dritten? vierten? Tischtennis-AG? haha kp, also der hat da mitgespielt und leider verloren, aber hat Potenzial der Junge haha. Bryan hat übrigens jetzt alle seine Doppel dieses Jahr gewonnen, oO, sogar mit dir, du lauch xD.

Übrigens: Schon die neuen pics gesehen? (hier). Aufgefallen, dass wir gleich gucken und uns sau ähnlich sehen? Hab dazu passend letztens geträumt, dass ich Chen Zhibin bin bin. bin. War cool. bin. Naja. Ich klau mal deinen Spruch: Halt die Woscht hoch! Dein

D to the a to the v to the i to the d (haha weißte noch in wehrden du hiphopstyle, diese I like big butts und yves: i got a hangover woho und marco beatbox? Mega).

Chen Zhibin hat mir noch am nächsten Tag geantwortet, aber nur kurz. Insgesamt werden seine Nachrichten knapper, der Ton kälter.

Digga, was geht. — Gerade im Zug. — Nicht in Vegas du Otto. — Wo denkst du hin! — Chen Zhibin.

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Trotz Lokführerstreik: RSV-Eisenbahn hält Fahrplan ein

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Die bisherige Saison der ersten Herrenmannschaft, das ist vor allem auch ein echter Hingucker für alle Statistikfans. „Wir sind die einzige Mannschaft, die sowohl zuhause als auch auswärts genau ein Spiel verloren und zudem zuhause schon zweimal Unentschieden gespielt hat“, hat Computertüftler Oliver Küssner ausgerechnet. Am vergangenen Wochenende arbeitete der RSV weiter an der unglaublichen Serie: Einem 8:8 gegen Nassau folgte ein 9:3-Erfolg gegen Albersweiler. „Langsam wird es unheimlich“, schmunzelt RSV-Vizeabteilungsleiter Steffen Nagel. Die Klein-Winternheimer haben sich im Ligamittelfeld fest gebissen, liegen punktemäßig im Soll. ttimrsv.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum Wochenende.

War das verdient?

Was jetzt? Nassau oder Albersweiler? Da muss man schon genauer nachfragen. Stellen Sie sich mal vor, Sie sagen im Reisebüro: Oh, ich würde so gerne mal nach Nassau, und eigentlich wollen Sie schön in die Karibik auf die Bahamas, Sonne, Shots und saure Zungen, und dann landen Sie im Westerwald bei Bratkartoffeln mit Spiegelei, und draußen nieselt es. Eventuell kommt dann noch Chen Zhibin vorbei und kichert („LOL!“).

Ist ja auch egal. Wer hat denn geil gespielt?

Chen Zhibin. Gewann viermal im Einzel, zweimal im Doppel. Größere Schwierigkeiten gegen Albersweilers Gässler, musste einem 0:2 hinterherlaufen. Bog die Partie dank Verscoaching von der Bank („Noch mehr Spin, Chen Zhibin“). Fehlt allerdings zum Hinrundenende, fliegt in die USA. Wahrscheinlich wieder so eine Ungenauigkeit im Reisebüro. „Dabei habe ich eindeutig ´Weitefeld-Langenbach´ gesagt“, so der Wahl-Klein-Winternheimer entschuldigend. Lag aber ohnehin falsch: Ist ein Heimspiel.

Was war mit Yves Besier los?

Verlor am Samstag zweimal glatt mit 0:3, ohne einen einzigen Punkt gemacht zu haben. Wirkte abwesend. „Da war der Wurm drin“, bekennt der Südafrikaner. „Ich habe in den entscheidenden Situationen keinen Ball auf den Tisch bekommen. Dabei hatte ich meine Gegner am Anfang eigentlich total im Griff“. Als Besier beim Stand von 0:2 Sätzen und 0:3 Punkten endlich einmal dran war, versagten die Nerven: Statt einem kurzen Aufschlag kaufte sich Besier ein weiteres Wurstbrötchen.

Wer denkt sich diese verrückten Doppeltaktiken aus? Und: Was geht denn eigentlich bei Nicolas und David ab?

Es ist mittlerweile zu einem festen Ritual geworden: Am Vorabend der Spiele findet sich die Familie Brusenbauch im heimischen Tischtenniskeller zusammen. Claus Brusenbauch hat auf einem Frühstücksbrett alle möglichen Doppelkonstellationen notiert, und dann imitiert jedes Familienmitglied einen Spieler (Henrik sogar zwei). Claus Brusenbauch selbst ist Chen Zhibin, „unsere Spielsysteme ähneln sich“. Dann werden einige Bälle gespielt. So hat Nicolas herausgefunden, dass er besonders gut mit seiner Mutter, sprich David, harmoniert. Und jetzt gewinnen die beiden ständig, sind nunmehr seit einem Spiel ungeschlagen, genauso wie im Einzel. Letztmalig haben die beiden Youngsters am 15. November verloren. „Langsam wird es unheimlich“, schmunzelt RSV-Vizeabteilungsleiter Steffen Nagel

Wann endet der Streik von RSV-Lokführer Marco Gottwald?

„Am nächsten Sonntag“, kündigt der 31-jährige an.

Was hat es mit den Kärtchen auf sich, die Edelfan David Schöne neuerdings immer mit sich rumträgt?

„Das ist mein RSV-Quartett“, erklärt der Ultra stolz. Der 13-jährige hat in der Freizeit kleine bebilderte Karteikarten von seinen Vorbildern angefertigt. Verbringt mit der Zockerei angeblich ganze Wochenenden, zusammen mit seinen coolen Freunden Matthias Becker und Florian Oehme, bei Kakao und Keksen. „David ist vor allem bei Gewicht gut, Nicolas bei Größe, und ´Zimbo´ bei Hubraum“, verrät der Gymnasiast.

Sehr interessant. Aber jetzt mal: Wie sind eigentlich die einzelnen Spiele ausgegangen?

Kann man hier und hier nachgucken.

Zum Schluss: Täuscht der Eindruck, dass sich diese „Spielberichte“ immer mehr um Nebensächlichkeiten drehen, der eigentliche Spielverlauf hingegen in den Hintergrund rückt? Und stimmt es, dass „Legolas Brusentopf“ ein Anagramm von „Nicolas Brusenbauch“ ist?

Ja.

 

Von
David Weber

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